“Es bedeutet viel Arbeit, menschlich

Monday 11th of December 2006
Pierrot
Wir leben in einer zeit, die später einmal mit dem “Zweiten Dunklen Zeitalter” der Menschheit gleichge-setzt werden könnte, später, viel später, wenn die Menschheit eine gute Position reifer geworden sein wird, wenn sie Abstand nehmen konnte von alle dem, wofür sie sich hoffentlich schon bald schämen wird.
Dies wird dann nicht damit begründet werden, daß heutzutage Technik oder Wissenschaft vernachlässigt werden, es wird vielmehr gesagt werden, daß wir, die “bisherigen” Menschen, bisher den Menschen selbst vergaßen über unser Tun, unser Scharren, unsere Unbescheidenheit. Ja, Technik und Wissenschaften, das sind Gebiete, auf denen Erfolge zu verzeichnen sind, schauen wir in die einzelnen Fachgebiete. Ein Ansatz, diese Fachgebiete zu koordinieren zum direkten Wohle  des Menschen und seines menschlichen Seins ist aller-dings nur schwer zu erkennen. Es ist auch nur schwer ein koordiniertes Mühen zu erkennen, daß die Mensch-heit diesbezüglich plant, etwas unternehmen will, das über materielle Vorteile einzelner (Gruppen) hinaus geht und die verbesserte Menschlich-keit zum Ziel hat. Ist es ein Zuviel an Arbeit, die erwartet wird und uns abschreckt? Denn daß die Umsetzung harte Arbeit sein wird, daß ein Ende dieser harten Arbeit nicht absehbar sein wird, das ist deutlich. Ja, die Frage ist: Ist dies z.Zt. überhaupt unser Ziel oder wenigstens eines unserer Ziele?
Es ist vielen von uns wahrscheinlich sogar nicht ganz klar, was denn nun der Begriff “Menschlichkeit” überhaupt beinhaltet. Oder was er bisher bein-haltete und was er beinhalten könnte. Bewerten wir die bisherigen Ergeb-nisse des menschlichen Tuns, so sieht der Begriff düster aus. Zeitgeschehen und die Geschichte sollte uns alle aus Scham erröten lassen, tituliert uns jemand mit: “Du Mensch, Du!” Vorsichtigerweise sprechen wir ja auch vom “zivilisierten” Menschen, denn dieser Begriff beinhaltet etwas vor-zeigbar Positives. Das wahre, typisch “menschliche” Verhalten ist nicht vorzeigbar. Will man es vorzeigbar machen, wird viel getan werden müssen. Denn der Weg zu diesem Ziel hieße, den Charakter des Menschen, den Charakter  der Menschheit wandeln. Aus dem wilden Raubtier müßte ein zahmes, sanftes, freund-liches Wesen gemacht werden. Attri-bute sind dies, die den Begriff „zivili-siert“ umschreiben. Menschlichkeit: sollte dieser Begriff nicht eher ein wesen umschreiben, welches jeden seiner Mitmenschen als sich gleich- und die Gemeinschaft dieser Wesen als mehrwertig ansehen kann? Das wäre möglicherweise das vorstellbar erstrebenswerte Ziel. Ist dies möglich? Seit gut zweitausend Jahren werden in dieser Hinsicht gezielte Versuche gemacht, bisher ist der große Durch-bruch auf breiter Basis zum Erfolg nicht zu sehen.
Müssen wir warten, bis eines Tages die echte Form des Homo Sapiens erscheint?
Ihr „Pierrot“

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