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Monday 11th of December 2006 Für 2007 back immer wieder einmal stolpern wir in besinnlichen Stunden über Wahrheiten, die uns den Begriff “Fortschritt” mit einem Fragezeichen versehen lassen. Gerade jetzt, zu Ende des Jahres 2006, ist das der Fall. Könnte unten stehendes Gedicht nicht irgendwo auf der Welt und irgendwann, selbst in unserem Lande im Jahre 2006 geschrieben worden sein? Nun, Sie wissen es: es war der weise Solon (ca. 630 - 550 v.C.), der es schrieb und es mit “An das Volk von Athen” überschrieb. Ja, es wurde tatsächlich vor ca. 2500 Jahren geschrieben, und es lohnt sich auch heute noch - oder gerade heute wieder? - es zu lesen und darüber zu besinnen: Unserer Stadt droht nimmer in ewigen Zeiten Vernichtung Nach der Schickung des Zeus und der Unsterblichen Sinn, Breitet doch hochgemut des Allgewaltigen Tochter, Pallas athene, als Hort schirmend die Hand über sie. Selbst jedoch treiben zum Sturze der Macht in verderblichem Wahnsinn Ihre Bürger, von Gier nach dem Gewinn verlockt, Und der unendliche Sinn der führer des Volkes; doch denen Ist für den frevelnden Mut zahlloses Leiden verhängt. Nimmer wissen sie ja ihr Begehren zu zähmen, bescheiden Mit der geborenen Lust eines geruhsamen Mahls. Reichtum ist einzig ihr Ziel, sei es mit Untat erkauft Weder das heilige Gut noch des Volkes Besitz, Achten sie, rauben und plündern wo immer die Beute sich bietet, Und es kümmert sie nicht Dikes erhabnes Gebot, Die zwar schweigt, doch Geschehenes sieht und Vergangenes anmerkt. Aber mit reifender Zeit gnadlos Bezahlung verlangt Schon schlug unentrinnbar der ganzen Stadt sie die Wunde, Daß sie in haltlosem Sturz elender Knechtschaft verfällt usw. - Nicht mehr zeitgemäß? Pierrot |
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