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Landreform: Erinnerungen werden wach Monday 11th of December 2006 Natürlich werden Erin-nerungen an den Odendaal-Plan wach. Damals. 1963 wurden Millionen Hektar kommerziellen Farmlands von der weißen Admi-nistration gekauft. Grund und Boden wurden zur Konsolidierung der „Län-der“ auf südwestafri-kanischem Boden ge-braucht. Als da waren: Namaland, Damaraland, Ovamboland, Hereroland, Buschmannland, Kaoko-land. Gut, um ein paar Hektar konnte auch der Etoschapark vergrößert werden... back Hier geht es jedoch um die „Land-reform“. Denn damals kaufte die Verwaltung den weißen kommerziellen Farmern Boden ab, zahlte gut dafür - und einige Einwohner des Landes (emerging farmers? Aber das gab es vor 40 Jahren doch noch nicht!) konnte nach entsprechender Umsiedlung den Boden“nutzen“. „Nutzen“? Schon bald sprach es sich herum, was hier getrieben wurde. Journalisten aus aller Welt kamen in das Damaraland, von Schauer-geschichten angelockt wie Mücken ans Feuer. Man wollte sehen... Und man sah: Kaputte Fenster. Sämtliche Hölzer (etwa Dachbalken) waren als Feuerholz verbraucht worden. In den Ruinen der Wohnhäuser hausten Ziegen. Die Umgesiedelten-Angesiedelten schliefen ganz in der Nähe in ihren typischen Pontok-Be-hausungen. Windmotore waren defekt. Bohrlöcher versandet. Den Draht der Umzäunungen hatte man entfernt... Es wurde kaum Viehzucht und sehr wenig Gartenbau betrieben. Kurz: wenn dies die Vorboten einer zukünftigen Landreform etwa 35 bis 40 Jahre später im unabhängigen Namibia sein sollten, dann Gute Nacht! Aber man möchte nicht pessimistisch klingen: Inzwischen strebt die Regie-rung des unabhängigen Namibia eine Bodenreform an, für die sie anfangs herzlich wenig Geld zur Verfügung stellte. Bur wenn deshalb eine Gewerkschaft laut wurde, konnte schnell mal eine Farm „enteignet“ werden. Nach dem Prinzip „williger Käufer - williger Verkäufer“. Aber man hatte weiterhin das Gefühl, daß für Land-reform keine großen Sum-men bereit gestellt wur-den. Vielleicht wartete man ja auf die „emerging commercial farmer“? Ende November 2005 mußte Familie Wiese die Farm Ongombo-West ver-lassen, die seitdem in 4 Einheiten unterteilt wurde. Seit einem Jahr hat sich die Lage der Bewohner von Ongombo-West nicht verbessert. Die einstige Blumenfarm wird von 60 Leuten bewohnt (darunter 35 arbeitslose Erwachsene), die ins-gesamt 15 Rinder, 40 Ziegen, 14 Esel, drei Pferde und einige Hühner besit-zen. Für Saatgut fehlt das Geld. Die Wasser-Pumpanlage funktioniert nicht. Man könnte zwar von einem anderen Teil der Farm Wasser holen, aber dort sind Neusiedler, die für diese „Dienstleistung“ Geld verlan-gen. Ein trauriges Bild. Aber ein wenig Trost könnte man in der Geschichte finden: Damals... als der Odendaal-Plan wegen seiner Zwangsumsiedlungen zur ersten richtigen Landreform wurde.Mit bösen Folgen. Vor allem für die Infrastruktur. Seien wir froh, daß die Landreform in Namibia bei allen ideologischen Tönen noch nicht die abartigen Aus-wüchse angenommen hat, die aus Simbabwe zu uns herüber dringen. Aber ehrlich: Können wir mit dem Beispiel Ongombo-West zufrieden sein? Wo blieben hier die „emerging farmer“? - Der Abschied von einer Landwirtschaft, die Erträge einbrach-te, zeichnet sich ab... Man wird doch allzu stark an die Mitte der 60er Jahre erinnert. Wissen Sie noch...? |
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