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Beabsichtigte Privatisierung der Karakul-Versuchsfarm Gellap-Ost Saturday 20th of January 2007 Nun ist es also soweit. Die letzte Karakul-Versuchsfarm, Gellap-Ost, soll “privatisiert” werden, soll “auf wirtschaftlicher Basis” betrieben werden, soll - so verstehe ich dies - kein “Klotz” mehr am Bein des Landwirtschaftsministeriums sein. back Es muß kurz, aber deutlichst gesagt werden, daß es ohne eine Versuchsfarm nie eine SWAKARA-Industrie in Namibia gegeben hätte, nie hätte es das gezüchtete flache Persianer-fellchen, den gezüchteten Breitschwanz gegeben, hätte es keine Versuchsfarm, damals noch Neudamm, und keine integeren, nicht unter wirtschaftlichem Druck stehenden Forscher bester Güte gegeben. Die Forscher haben wir noch heute, die weitsichtige Obrigkeit wohl nicht mehr. Der erste Forscher war Herr Thompson, der wirkliche Begründer der flachen Zuchtrichtung. Er allein stemmte sich zäh gegen den Druck der auf wirtschaftlicher Basis arbeitenden, privaten Züchter und Händler, die sein Tun verdammten. Nur die Tatsache, daß dieser eine Mann, später auch seine Nachfolger, jahrelang vom Staat unterstützt unser neues Karakulschaf entwickeln konnte, verdanken wir die “Flache Locke”. Nur dieser Tatsache zufolge profitierte unser ganzes Land in einem so hohen Maße von der flachen Locke, die es weltweit nur hier gab. Die heutige Karakul-Industrie Namibias steht jetzt vor einer noch größeren Zukunft, es gibt weltweite Entwicklungen, die uns für SWAKARA keinen Plafond sehen lassen. Dies aber nur, wenn wir die Erfahrungen, gut und böse, der Vergangenheit nicht über Bord werfen. Die Versuchsfarm in staatlicher Hand war die beste Erfahrung. Eine andere gute Erfahrung war, daß wir die Ergebnisse unserer wissen-schaftlichen Forschung um das Karakulschaf nicht veräußert haben. Zur Zeit ist das Interesse “unserer ausländischen Freunde” daran wieder groß - wir sollten dem nicht entgegen kommen. Eine Privatisierung der Versuchsfarm wäre aber genau das: Ein “Über-Bord-Werfen”, wir würden das noch bedauern. Eine wieder florierende Karakul-Industrie könnte, wirtschaftlich gesehen, den Platz der kranken Fisch-Industrie einnehmen. Eine wieder 3,5 Millionen Fellchen produzierende Industrie könnte das, bei den heutigen Fellpreisen, ohne weiteres tun. Diese Zahl, nebenbei gesagt, war für das alte SWA wahrscheinlich die obere Produktionsgrenze, in Namibia wird sie es nicht sein. |
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