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Saturday 3rd of February 2007 Nachdem der Artikel in der AZ vom 25.01.07 bezüglich des Transkalahari-Highways erschien, rief ich Herrn Huelsmann, unseren Swakopmunder Stadtplaner, an. Ich wollte mich über die weitere Vorgehensweise bei dem Skandal um die Verkehrsführung der Trasse, die ja durch den ganzen Kontinent führt, informieren. Schließlich bin ich einer der genervten Anlieger, der wie meine Nachbarn unter den bekannten unhaltbaren Zuständen leidet. back Herr Huelsmann ließ folgende Stellungnahmen vom Stapel: Die fertiggestellten Straßenbauten werden nicht verändert. Es habe sich außer mir nur noch einer beschwert. Der Town Clerk, dessen Motto offensichtlich der Spruch: Mir kann keener, mich können sie alle, ist, gab vor versammeltem technischen Stab das zynische Statement ab, dass er sich wundere, das sich so wenig Leute beschwert haben. Außerdem habe er den Rückhalt des Swakopmunder Stadtrats. Er (Huelsmann) könne als Stadtplaner den Lastwagenfahrern nicht vorschreiben, wie sie durch Swakopmund zu fahren haben. Die Stadtverwaltung arbeitet generell nicht mit der Presse zusammen. usw. Das Ganze ist natürlich schlicht und einfach Humbug. Das erinnert stark an die Erkenntnis des Missionars Vedder, der nach einigen Erlebnissen besonderer Art einen Eingeborenen fragte, warum sie immer die Unwahrheit sagen. Der Eingeborene erklärte ihm, dass sie einem Fremden grundsätzlich die Unwahrheit sagen, denn mit der Unwahrheit könne er nichts anfangen. Nur mit der Wahrheit könne man ihnen schaden. Deshalb vermeiden sie diese im Verkehr mit Dritten wie die Pest. Dass jedes Anführen von fachlichen und sachlichen Problemen gegenüber der Stadtverwaltung sofort als persönliche Diffamierung aufgefasst wird, habe ich schon früher erfahren. Der Empfang von dergleichen schriftlichen Beschwerden wird grundsätzlich nicht bestätigt. Das ist nicht nur schlechter Stil sondern auch gekoppelt mit einer nachlässigen Arbeitshaltung gepaart mit mangelnder Sachkenntnis. Kein normaler Verwaltungschef oder fachlich orientierter Ingenieur in einem anderen Umfeld würde sich so irrational verhalten(können). Die Buerger Swakopmunds sind keine Untertanen der Stadtverwaltung. Sie bezahlen den ganzen Apparat und erwarten daher die Berücksichtigung ihrer berechtigten Forderung. Nicht mehr und nicht weniger. Um die Sache abzukürzen bat ich Herrn Huelsmann mir mitzuteilen, ob die Ausfächerung des transkontinentalen Straßenverkehrs, wie er jetzt innerhalb von Swakopmund stattfindet, von der Stadtverwaltung so gewollt ist. Seine Antwort war eindeutig. Nein, so es ist nicht gewollt. Meine Antwort: Na, also. Damit widerlegte er selber (ohne es zu wissen?) seine vorherigen zusammenhanglosen und rüden verbalen Attacken gegen seine Mitbürger. Auf die Frage was er nun machen will, gab er zu, dass intern das Problem diskutiert wird. Auffällig ist auch, dass keinerlei begleitende Beschilderung erfolgte. Laut Aussage der Swakopmunder Verkehrspolizei seien Schilder(wann?) bestellt aber noch nicht geliefert. Der Stadtplaner gab vor davon nichts zu wissen, was extrem unglaubhaft ist. Er wolle sich aber diesbezüglich sachkundig machen. Ich ermutigte ihn dazu. Wir waren uns grundsätzlich einig, dass die Fahrgewohnheiten, die sich während des Straßenbaus eingeschliffen haben, geändert werden müssen. Dass ein Zebrastreifen mit einer Ampel gekoppelt ist, sie sich also gegenseitig ausschließen, nahm er kommentarlos zur Kenntnis. Ebenso dass das Achtungszeichen für die Ampel mindestens 80m vor derselben stehen sollte und nicht daneben. Der „Bremshügel“ muss, wenn überhaupt, ebenfalls in einiger Entfernung vor der Ampel platziert werden. Die Verkehrsinsel erfüllt keinen sinnvollen Zweck und sollte schlicht verschwinden. Die künstliche generelle Verengung des Transkontinentalen Highways ist ebenfalls sinnfrei. Das erinnert stark an die teuren Spielereien auf der Henties Bay Strasse, die man nur als Verirrung von richtungslosen aber spielfreudigen Verkehrsplanern bezeichnen kann. Gesunder Menschenverstand und die Befolgung von Regeln für die Verkehrsplanung schließen sich nicht aus. Die Grundregel für diesen Fall heißt wohl, dass der Verkehr möglichst ungehindert mit einem Minimum an Belästigung für die Anlieger durch Swakopmund hindurch zu führen ist. Für eine transnationale Magistrale von Walvis Bay nach Durban sind die „Swakopmunder Verengungen“ auf der dafür vorgesehenen asphaltierten Strasse einfach lästig. Dass die betroffenen Buerger eingedenk der Situation, Mitte Dezember-Mitte Januar nichts los in Namibia, so lange still gehalten haben, sollte den von uns bezahlten Angestellten nicht vorgaukeln, dass die Feiertage für sie weitergehen. Die Anlieger sind nicht bereit die untragbaren Zustände, die Risse in Häusern und Mauern durch den Schwerlastverkehr hervorrufen, weiter klaglos hinzunehmen. Die Beschädigung vom Eigentum der Buerger, durch entschädigungsrelevante Nachlässigkeiten der Swakopmunder Stadtverwaltung muss schleunigst gestoppt werden. Jeder der die Stadtmittenneubauruine mit ihrer langjährigen haarsträubenden Baugeschichte vom Hauptparkplatz aus mehrmals die Woche betrachten muss, wundert sich allerdings nicht über das Ergebnis langjähriger Planung und Bauausführung unserer Stadtplanungs- und Bauexperten. Vorne Hui und hinten Pfui eben. Die reibungslose Verkehrsführung, des Transkalahari-Highways durch Swakopmund hindurch begleitet von einer anständigen Beschilderung, ist eigentlich selbstverständlich. Dabei hat sie sich den Anforderungen für den Fernverkehr ohne Schnickschnack den internationalen Normen gemäss anzupassen. Die Stadtverwaltung gerät sonst in Kürze in das Blickfeld von anderen Institutionen und Medien. Schilda lässt grüßen. Bernd Hanke, Swakopmund e-mail: karl.panitz@iway.na |
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