HOLZ!!!

Friday 9th of February 2007
Pierrot
Holz ist einer der vielseitigen Rohstoffe der Welt, der “erneuerbar” ist. In Namibia ist der verdichtete holzige Busch auf dem Farmland meist unerwünscht, da er den Ertrag der natärlichen Grasweide auf ca. 26 Millionen Hektar stark mindert. Es stellt sich die Frage, ob dieser unerwünschte Busch in unserem Land nicht als ein wertvoller, erneuerbarer Rohstoff gesehen werden kann. Holzprodukte gibt es ohne Zahl in der Welt, täglich kommen neue dazu. Nachstehend einige traditionelle Nutzungsarten für Holz, welches nicht als typisches Bau- oder Möbelholz verwendet werden kann. Dazu gehört der größte Teil des arg verdichteten Busches auf unseren Farmen.
HOLZ ist der Rohstoff, aus dem untrer anderen seit langer Zeit schon durch
1. Destillation: Holzessig, Holzgeist und Holzteer,
durch
2. Vergasung: Holzgas
und durch
3. Verkochung: Zellstoff, daraus wieder Papier, Kunststoffe und Kunstseide
gewonnen werden. Über die Sulfit-ablauge erhält man: Gerbstoffe und Sulfitspiritus..
4. Durch Verglühung von Holz erhält man: Holzkohle und Aktivkohle
5. Durch Hydrolyse: Holzzucker und Lignien, daraus man wieder Futtermittel und Alkohol gewinnen kann.
6. Die Vermählung von Holz ergibt u.a.: Holzschliff, Zeitungspapier, Pappe usw.
Inzwischen gibt es noch andere Nurtzungsarten für unseren Busch, bzw. sein Holz, zu viele, um zu listen. Ob es Sparten wie Elek-trizitäts- oder Kraftstofferzeugung sind oder was auch immer. Holz ist der Grundstoff. Und: Der Busch ist Holz!
In einer Welt, in der Holz knapp wird, sollte der so ungewünschte namibische Busch nicht länger als eine Last für Land- und Volkswirtschaft, sondern als ein großer Wertgegenstand gesehen und auch so behandelt werden, als ein Grunsdstoff, der zu Arbeit und Wohlstand führen kann, wird er nur richtig genutzt. Die Initiierung seiner Nutzung ist Aufgabe unserer Politik, seine Propagierung die Aufgabe der Hochschulen, der Berufsverbände, der Zeitungen.
Der Staat sollte eine Fakultät an der Technischen Hochschule gründen und Pilotprojekte starten, durch Anteilhaberschaft Farmer und Investoren sowie arbeitslose Namibier zu einer oder mehreren (vielen) Einheiten formen. Die Verminderung der hohen Arbeitslosigkeit wäre das sehr gewünschte „Neben“Produkt dieser Aktion.
Nur eine aufgeschlossene Politik ist hierzu in der Lage, eine Politik, die ohne Umwege und unnötiges Regelwerk zweckgerichtet die Basis für in- und ausländische Investoren schafft. So könnten Millionen Hektar verbuschtes Farmland zu einer reichen Quelle künftigen Wohlstands werden. Darum muß das Thema auch im Parlament intensiv diskutiert werden.
Es ist nicht genug, daß immer noch nur über Ausrottungsmaßnahmen bezüglich des Busches diskutiert wird. Der Busch bietet, da erneuerbar, eine Möglichkeit der dauernden Arbeitsbeschaffung. Dies bei uns in einer gesellschaft, in der weit mehr als 50% der jungen Menschen arbeitslos sind. Die NYS könnte hier eine leitende Funktion übernehmen, könnte seinem jungen und energischen Minister eine eine wende zuwege bringen zum Wohle aller im Lande.
Wir sehen oft „den Wald vor Bäumen nicht“; hier aber ist es so, daß wir das Holz im Busche nicht sahen.

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