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Friday 16th of February 2007 Sie stand im letzten Abenddämmern vor der Tür, begleitet von den Töchtern meiner Nachbarn. „Wir haben diese Frau gefunden, sie hat sich verirrt und sie kann nur Deutsch. Da haben wir sie mal hergebracht. Wir müssen jetzt nach Hause, tschüss!“ back Es stellte sich heraus, daß es sich um ein „Schwabenmädli“ handelte, nicht mehr ganz jung, das sich nach 20 Jahren Sparen ihren Afrikatraum erfüllen wollte - wieder mal angefeuert von romantischen Namibiafilmen im deutschen Fernsehen. Sie schwäbelte so, daß ich sie bitten mußte, jeden Satz langsam zu wiederholen. Eine andere Sprache konnte sie nicht. Sie war am gleichen Morgen in Windhoek gelandet, per „One Way Ticket“ von München, mit kleinem Rucksack, und erklärte, Namibia sei der Beginn ihrer Weltreise. Nach Afrika käme dann Asien dran... Am Flugplatz hatte sie ein Faltblatt mit der Adresse (und schönen Bildern) eines Hotels gefunden, das einen so heimeligen deutschen Namen hat. Per Taxi dort gelandet - (der Fahrer hatte ihr N$ 330 abgenommen) - belehrte man sie dort am Empfang: „No English, no Namibia!“ und der Zimmerpreis sei N$ 550 pro Nacht (Das gab‘s schriftlich). Sie buchte, zahlte an und ging eingeschüchtert auf ihr Zimmer. Der Rest der Geschichte? Nachmittags zu Fuß in die Stadt, Richtung verloren, stundenlang herumgeirrt - und wären nicht meine jungen Freundinnen gewesen (die in der Schule etwas Deutsch gelernt haben), würde sie mitsamt ihrem Rucksack voller Geld, vielleicht im Gammamsrivier hinter meinem Haus auf Nimmerwiedersehen verschwunden sein. Fazit: Ein wenig Englisch sollte man doch beherrschen! Mit Schwäbisch jedenfalls kommt man nicht um die Welt... Es grüßt Sie |
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