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Friday 16th of February 2007 Auf Grund meiner bisherherigen 6-teiligen Kolumne erhielt ich viel Zustimmung (meist älterer Personen) aber auch Kritik jüngerer Personen, die mich schon auf Grund meiner Einstellung zu den „preussischen Tugenden“ für einen Opa halten. „Das passt nicht mehr in die heutige Zeit“, war noch der schmeichelndste Hinweis gewesen. Um in der heutigen, globalen Welt zu überleben, wäre es wichtiger denn je, uns dieser Tugenden zu besinnen, nur dann haben wir eine geringe Chance zu bestehen. back Heute widme ich mich der preussischen „Obrigkeit“ in Verbindung mit dem Bildungssystem. Das Recht auf gleiche Entwicklungsmöglichkeiten bestand, ohne Einschränkungen der Obrigkeit, im alten Preussen, nicht zu verwechseln mit dem Irrtum, dass alle Menschen gleich seien. Sie sind es nämlich NICHT! Preussen hatte auf diese Vielfalt der unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen mit den im letzten Artikel erwähnten Bildungs-und Ausbildungssystemen schon sehr früh reagiert. Es gab eine Kultur der Eliteförderung, jeder an seinem Platz, ohne, dass ein Handwerker keine Chance auf sozialen Aufstieg hatte. Ein guter Handwerker hatte in der Gesellschaft Preussens denselben anerkannten Status wie ein guter Beamter oder Akademiker...nur gut musste er sein, mittelmässig war schon schlecht! Mal schauen was der „Alte Fritz“ 1752 noch so zu sagen hatte: „Ein Herrscher muss sparsam sein, weil das Geld, das er erhält, aus dem Blut und Schweiss seines Volkes stammt. Die Einnahmen ohne Rücksicht auf die Zukunft ausgeben, das Volk mit neuen Steuern belasten, heisst handeln wie ein Diktator und nicht wie ein Vater des Volkes“. Weise Worte die nichts an Gültigkeit verloren haben. Entspricht zum Beispiel die immer höhere Verschuldung unseres Staates dem Willen des Wählers? Hier ist der „Untertan“ der „Obrigkeit“ in der heutigen Zeit hilflos ausgeliefert. Doch die Obrigkeit in Preussen war fachkundig, gebildet, sparsam und loyal. Man war als „Untertan“ in festem Vertrauen zu den Fähigkeiten des „Führungspersonals“. Leider kann ich mein Abschweifen vom Thema nicht immer unterbinden, man möge mir verzeihen. Nach den Niederlagen, die viel Preussenblut kostete, und nach den Siegen über Napoleon stieg Preussen zur ersten europäischen Bildungsnation auf. Im August 1807 sagte König Friedrich Wilhelm III, dass der Staat durch geistige Kräfte ersetzen müsse, was er an physischen Kräften verloren habe. Die Gründung der Berliner Universität im Jahre 1810 war seine Reaktion. Es wurde eine Universität der Superlativen. Keine Universität in der Welt hat auf das allgemeine Bildungsniveau und auf die Universitäten aller Staaten einen so grossen Einfluss ausgeübt wie die Berliner Universität. Diese geistige Aufrüstung führte bereits 1850 in der Preussischen-Verfassung zum garantierten Grundrecht der „Freiheit von Wissenschaft und Lehre“. Vorausschauende Geisteshaltung! |
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