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Friday 16th of February 2007 Es ist immer wieder und immer noch so, daß wir Bürger mit Äußerungen unserer Führer, Alt-Führer und ihrem hauptamtlichen Papageienchor konfrontiert werden, die uns Bewohner der Graswurzelebene weder sehr logisch noch sehr balanciert er-scheinen. Der Beispiele gibt es nicht wenige, picken wir uns einmal ein besonderes heraus für diesen Brief: back Der seit einigen Jahren zu hörende hämmernde Aufruf zur “einseitigen” Förderung der naturwissenschaftlichen Fächer im Bildungssystem läßt fürch-ten, daß dies zu einem neuen Fiasko innerhalb des Erziehungs- und Gesell-schaftssystems führt - obrigkeitshörig wie wir es nun einmal sind. Gerade die Grundbildung des jungen Menschen sollte doch von einer harmonisch ausgeglichenen Art sein, in der die verschiedenen Disziplinen ein gleich-wertiges Ansehen genießen, so daß möglichst viele verschiedene Talente zum Nutzen des Kindes, des einzelnen Menschen und der ganzen Gesellschaft zum Vorschein kommen und gefördert werden können. Nation und Staat brauchen doch alle Talente, “einseitig” sein heißt “verkrüppelt” sein. Erst in der Phase der Ausbildung, in Lehre, Fach- oder Hochschule sollte eine Spezialisierung stattfinden, sonst könnte es wie andernorts schon zu sehen war, auch Namibia bald mit einer “Schwemme” der einen oder anderen Art dastehen, eine Schwemme der Naturwissenschaftler ist wahrschein-lich, gut aber nur, wenn das dann “EXPORT-QUALITäT” ist. In meiner Jugend erlebte Deutschland dies mehrfach. Es gab die Lehrer-schwemme, die Schwemme der Chemiker und die der Rechtsanwälte: in München soll jeder zweite Taxi-fahrer ein Jurist gewesen sein, spottete man damals. Glauben wir nicht, daß dies nicht schädlich war, denn “Der Mensch lebt nicht vom Brot allein”, neben Bäckern braucht die Gesellschaft alle anderen Berufe auch. Insbesondere eine kleine, sich im Aufbau befindliche Nation, wie es die namibische ja hoffentlich ist. |
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