Gedanken über Preußen

Saturday 24th of February 2007
Bernd Kroemer
Preussen, Propaganda, Lügen
Noch wenige Jahre vor Ausbruch des 1. Welt-krieges, auch dieser Krieg hat viele Väter, wurde das Deutsche-Kaiserreich sowohl in Amerika als auch in England als Land der Wissenschaft und hoher Kultur dargestellt.
Vor Beginn der Feindlichkeiten änderte sich das Bild, die schlagkräftige Propagandamaschinerie Angelsachsens zeichnete ein Deutschland-Bild, in dem unterdrückte Menschen in Armut gehalten werden und von bösen Finsterlingen unterdrückt werden. Die Deutschen wurden zu Feinden der Menschheit schlechthin erklärt.
Schon Theodor Fontane schrieb 1875: Denn die ganze Gattung der Propaganda ist uns aus England überkommen. Der englische Berichterstatter ist schlimmer als jeder andere, natürlich den amerikanischen ausgenommen...der englische aber hat alle Allüren des ehrlichen Mannes, er gibt die minuziösesten Details und hat uns doch belogen.“
Während der ganzen Kriegszeit wurden die Deutschen als „Hunnen“ gebrandmarkt die ihre eigenen Kriegtoten verwerten um Glyzerin zu destillieren, die Deutschen töten erbarmungslos Kinder und Frauen.
Eine solche Propaganda war dem preussischen Wesen fremd, als man mit gleicher Münze heimzahlen wollte, versagte die deutsche Propaganda mangels nötiger Phantasie.
Die Gegner der Deutschen, vor allen Dingen die angelsächsischen Mächte, in der Tradition des Puritanismus, stilisierten den Krieg zum apokalyptischen  Kampf von „Gut“ und „Böse“ hoch.
Den Krieg hat Deutschland verloren!
Hören wir einmal was ehemalige Gegner direkt nach dem Krieg zu sagen hatten:
Der britische Aussenminister Lloyd George sagte am 3.3.1921: 
„Für die Alliierten ist die deutsche Verantwortung für den Krieg grundlegend; sie ist das Fundament, auf dem der Bau von Versailles errichtet wurde. Wenn dies abgelehnt oder aufgegeben wird, ist der Vertrag zerstört.“
Noch deutlicher spricht der amerikanische Präsident Woodrow Wilson am 5.9.1919 darüber:
„Gibt es einen Mann oder eine Frau – ja lasst mich sagen, gibt es ein Kind -, das nicht weiss, dass der Samen des Krieges in der modernen Welt der industrielle und wirtschaftliche Wettbewerb zwischen den Nationen ist?...Dieses war ein Industrie-und Handelskrieg.“
...noch einmal Lloyd George am 23.12.1920:
„Je mehr man Memoiren und Bücher liest, die in den verschiedenen Ländern über die Vorgänge vor dem 1. August 1914 geschrieben wurden, desto mehr kommt man zu der Überzeugung, dass niemand von denen, die damals die Staatsgeschäfte leiteten, wirklich den Krieg wollte. Es war etwas, in das man hineinglitt oder vielmehr taumelte oder stolperte – vielleicht aus Torheit. Eine Diskussion, daran zweifele ich nicht, hätte ihn verhindert.
In seinem Vortrag „Deutschland und der Frieden Europas“ sagte der britische Diplomat und spätere Botschafter in Washington, Lord Lothian:
„Der Versailler Vertrag gründete sich auf die Theorie von Deutschlands Alleinschuld am Weltkriege. Ich glaube, niemand, der die Vorgeschichte des Krieges ernsthaft studiert hat, kann diese Ansicht heute aufrechterhalten. Der Krieg hatte eine lange Vorgeschichte. Sie geht zurück bis zu dem Marokko-Ägypten-Abkommen zwischen Frankreich und England und dem französischen Vorrücken auf Fez, das jene Serien von überstürzten Schritten Deutschlands zur Folge hatte, die soviel dazu beigetragen haben, die Welt in verschiedene Lager zu teilen...
Am Ende des Krieges jedoch hatten wir uns eingeredet, dass Deutschland allein an dem Unglück schuld sei. Diese Überzeugung war das Ergebnis von Meinungen, die wir uns auf Grund eines sehr unzureichenden Materials, ergänzt durch die Propaganda der Kriegszeit, gebildet hatten.
Das Wesen der Kriegspropaganda aber bestand darin, die Einigkeit und Moral der eigenen Landsleute aufrechtzuerhalten durch den Nachweis, dass wir völlig recht, der Feind aber völlig unrecht habe. Auf diesem Grundsatz war der Versailler Vertrag aufgebaut“. 
..auf Lügen aufgebaut!

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