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Was war los? - Meldungen aus Deutschland Friday 9th of March 2007 Klima und Umwelt ist nach wie vor das Topthema in Deutschland. Immer neue Klimaschutzpläne versetzen den Normalbürger in Erstaunen und Unruhe. Nachdem die australische Regierung zum Schutz der Umwelt das Ende der Glühbirne für den 5. Kontinent beschlos-sen hatte, griffen auch - wie es vorauszu-sehen war - deutsche Politiker diese Idee auf. Bereits war von einer wünschens-werten Pflicht zur Energiesparlampe wegen deren höherer Energie-Effizienz die Rede. Will Bundesumweltminister Gabriel von der SPD die Glühbirne nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten Europäischen Union verbieten lassen, fordern die Grünen darüber hinaus auch ein Verkaufsverbot von Energie fressenden Elektrogeräten in Deutschland. - Auch der Ausstieg aus der Atomenergie, den die vorige Regierung Schröder beschlossen hat, steht nun wieder auf dem Prüfstand. So hält die CDU mit Bundes-kanzlerin Angela Merkel die Atomkraft für eine Möglichkeit, C02-Ausstoss bei der Energiegewinnung zu vermeiden, während die SPD als Koalitionspartner der jetzigen Regierung nach wie vor eine gegenteilige Position einnimmt. - Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn forderte zwecks Reduzierung des C02-Ausstosses autofreie Wochenenden, welche Forde-rung von anderen sogleich Vorschlags-variiert wurde, z.B. mit Fahrverbot an einem Sonntag für Autos mit ungeraden und am nächsten Sonntag für jene Kraftfahrzeuge mit geraden Endnummern. Derweil schon lange beschlossen und wohl auch notwendig, um das Leben in den Großstädten während der warmen Jahreszeit erträglich zu machen, wurde zum 1. März gemäß der Feinstaub-plaketten-Verordnung die Umweltplakette für Kraftfahrzeuge eingeführt. Sie erlaubt Fahrzeugen den je nach dem Grad ihrer Abgasreinigung abgestuften Zugang zu den von den Großstädten auszuweisenden Umwelt-zonen, oder verbietet ihn. Geplant sind derartige Zonen in mehreren Städten, darunter Berlin, Frankfurt und München. Selbstverständlich ist die Plaketten-Verordung auch für ausländische Fahrzeuge gültig. - Und schließlich kam gerade rechtzeitig zur Eröffnung der Welt größten Tourismus-Messe in Berlin, der internationalen Tourismusbörse (ITB), am letzten Mittwoch die Forderung auf den Tisch, die Deutschen mögen zur Vermeidung des C02-Ausstosses von Flugzeugen in Deutschland Urlaub machen - Nord- oder Ostsee, vielleicht auch Bodensee, statt Mallorca oder Malediven. Grünen-Politikerin Renate Künast trat für eine Klimaabgabe ein, die all jene treffen würde, die meinen, nicht auf einen Ferienflug verzichten zu können. Umweltminister Gabriel forderte die Deutschen zur Zahlung einer freiwilligen Abgabe auf, die in vor allem afrikanische Klimaschutzprojekte fließen sollen. (Kommentar: Wer von Ihnen, verehrte Leserschaft, in diesem Zusammenhang an das Kulturprojekt Okarara denkt, ist selbst schuld). Und schließlich und letztendlich sollen die Landegebühren auf den Flughäfen nach dem C02Ausstoss der Maschinen bemessen werden, womit das Fliegen ebenso teurer werden würde, wie wenn die europäischen Regierungen beschlössen Flugbenzin zu besteuern. back |
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