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Thursday 19th of June 2003 Denkt man an Möllemann - und nun auch Friedmann -, dann fällt einem der Satz über die Maske ein: Solange wir eine Maske tragen, bleiben wir verborgen und verbergen unsere Lage vor uns selbst. Möllemann hat seine Maske nie abgelegt. Friedmann wird nun wohl gezwungen, seine Maske abzulegen. Anders Hillary Clinton in ihrer Autobiografie: Sie legt die Maske ab, denn sie will mit offenem Visier Präsidentin werden. Auf 672 Seiten kann man nachlesen, wie grausam sich Hillary von einem Mann verraten und belogen fühlte. Natürlich hätte sie den schwärzesten Kummer aus ihrem Buch weglassen können. Dafür ist sie zu klug. Denn wer schweigt, trägt eine Maske. Also erfahren wir, daß sich ein US-Präsident morgens auf die Bettkante setzt und zu seiner Frau sagt: „Es steht etwas in den Zeitungen, das du wissen solltest." So begann 1998 „Monicagate". Die First Lady mußte sich von nun an durch die Amtszeit als Ehefrau von Bill kämpfen. Der Präsident log und log und log. Und Hillary glaubte und glaubte und glaubte... Auch als das schwarze Cocktailkleid mit den berühmten Flecken schon im Fernsehen gezeigt worden war, glaubte Hillary. Bis Bill vor der Grand Jury aussagen mußte. Da bekam sie keine Luft mehr: „Ich rang um Atem, begann zu weinen und schrie ihn an: Was soll das heißen?! Er stand einfach da und sage wieder und wieder: Es tut mir leid. Ich wollte Dich und Chelsea schützen." Hillary, inzwischen 55, bewältigte die Krise mit einem Dreistufenplan: 1. „alltägliche Verpflichtungen" (Ablenkung), 2. Distanz halten (Hund Buddy war „das einzige Familienmitglied, das bei ihm sein wollte") und 3. indem sie sich auf Höheres konzentrierte: „Als seine Ehefrau wollte ich Bill den Hals umdrehen. Doch er war nicht nur mein Mann, sondern auch mein Präsident". Dieses dürfte der Kernsatz der gesamten Biografie sein. Sie stellt die private Tragödie in den Dienst des Vaterlandes... und beschreibt den Bestand ihrer Ehe so: „Im Frühjahr 1971 begann ich ein Gespräch mit Bill Clinton, und mehr als 30 Jahre später reden wir immer noch miteinander." Das ist der Stoff, aus dem eine „würdige Verarbeitung" gemacht wird... Es ist auch das wahre Gesicht - des ersten weiblichen Präsidenten der USA?!! |
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