Was war los? - Meldungen aus Deutschland

Friday 16th of March 2007
Simon M Haag
Durch Preismanipulationen an der Leipziger Strombörse EEX (European Energy Exchange) sollen die vier großen deutschen Energieversorger den Strompreis um etwa 25 % verteu-ert haben. Aribert Peters, Präsident des Bundes der Energieverbraucher, sprach von einer „Freibeuterei zu Lasten des Verbrauchers“. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat Vorprüfungen des Sachverhalts aufgenommen.
Heiß diskutiert wird derzeit die Frage, ob Alkohol jeglicher Art, also auch Bier und Wein, für Jugendliche unter 18 Jahren verboten werden soll. Auslöser der Diskussion ist ein 16-jähriger Berliner Schüler, der beim „Wettsaufen“nach 52 Tequila ins Koma fiel und in diesem Zustand seit 2 Wochen verharrt. In den letzten Jahren scheint in deutschen Schüler-kreisen tatsächlich das „Komasaufen“ mit vorherigem „Warmsaufen“ in Mode gekommen zu sein.
Zwei islamistische Videobotschaften, die mit Anschlägen von Mudschahed-din in Österreich und der Bundes-republik drohten, lösten äußerste Besorgnis sowohl in der Politik als auch in der Bevölkerung aus. Strittig ist indessen, ob die Drohungen als Reaktion auf den Bundestagsbeschluss verstanden werden müssen, 6-8 Tornado-Aufklärungsflugzeuge nach Afghanistan zu schicken.
Schulreform: In der Diskussion steht die Abschaffung des bisher üblichen dreistufigen Schulsystems, umfassend Grund-, Haupt-, Realschule und Gymnasium. Forderungen klingen an, das Schulsystem zwecks Bildungsge-rechtigkeit bereits im Kindergarten beginnen zu lassen. Faktisch soll dabei die Hauptschule durch ein zweiglied-riges System aus Sekundarschulen und Gymnasium abgeschafft werden.
Die Forderung des EU-Umwelt-kommissars Stavros Dimas, die Höchstgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen zu begrenzen, sorgt für Wirbel bei Autofahrer und -industrie. Ob es zu einem Tempolimit kommt, ist mehr als fraglich, denn erst bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h wären echte Umwelt-entlastungen zu verzeichnen -  und die Limits in den anderen EU-Ländern liegen mit 110-130 km/h höher.
Autos aus China: „ehrenhaft fahren“ („Zhonhua Zun Chi“) sollen nach Vor-stellung des chinesischen Autoher-stellers Brilliance zukünftig auch die Deutschen. Die Autos der in Shen-yang ansässigen Firma sind zwar in China selbst Ladenhüter (Marktanteil weniger als 2 %), doch werden nun zwecks Aufbesserung des Images im eigenen Land die ersten 500 Mittel-klasselimousinen des Modells „BS6“ per Seeweg nach Deutschland ver-schifft. Angepeilt für 2007 ist der Verkauf von 15.000 Autos in Europa; Preis: ca. 20.000 Euro (ca. 180.000 N$).

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