Gedanken über Rassismus und

Friday 16th of March 2007
Dietrmar Piebrock, Swakopmund
Der EU-Justizkommissar Franco Frottini stellte fest, daß der Rassismus in vielen EU-Ländern wie Italien und Frankreich z.B. um 70 % zugenom-men hat.
Auch erfährt man aus den Medien über rassistische Ausschreitungen bei Fußballspielen zwischen verschie-denen Klubs. Besonders sollen diese ja bei Spielen in den unteren Ligen stattfinden.
Auch auf die Gefahr hin, daß ich in ein Wespennest steche, möchte ich hiermit meine Gedanken, die ich mir zu dem Thema gemacht habe, mitteilen.
Man mag mir gerne antworten, wenn ich mit meiner Meinung daneben liege.
Als erstes sollte man mal den Begriff „Rassist“ erörtern. Was bedeutet dieses wort und wofür wird es gebraucht?
„Eine der unerträglichsten Situationen für einen Raben, eine Kröte, einen Wolf oder einen Menschen ist es, um sich allein zu fühlen - abgesondert von seiner eigenen Art. Das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gruppe ist eines der universellsten Gefühle überhaupt“ (Lawrence Kilhum 1989).
In den heutigen Tagen wird „Rassist“ gewöhnlich als Beleidigung gebraucht und es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein Weißer öffentlich sagt, wie schrecklich doch Rassismus ist, oder er entschuldigt sich für den Rassismus seiner Vorfahren.
Viele Taten, Handlungen, die rassistisch motoviert waren, sind nun illegal geworden und solche, die schon immer illegal waren, sind nun unter harsche Strafen gestellt, wenn sie durch Rassismus motiviert sind.
Ein Rassist ist schlecht! Ist böse!
Doch dürfte diese Erklärung genauer sein: Ein Rassist ist ein Mensch, der seine eigene Rasse und seine Ahnen ehrt bzw. liebt und wie die meisten mit seiner eigenen Art leben will. Jemand, der glaubt, daß es ein Wert ist, sein genetisches Erbe zu schützen und zu bewahren. Genau so wie die Liberalen daran glauben, daß die getupfte Eule, der Pandabär, die Indianer und die australischen Aborigines es wert sind, geschützt zu werden.
Nun ist es richtig, daß Rassisten manchmal des Hasses in ihrem Verhalten gegenüber anderen Rassen beschuldigt werden und man muß zustimmen, daß es wahrscheinlich Rassisten gibt, die die Angehörigen einer anderen Rasse auf die eine oder andere Weise hassen.
Aber Haß als solches hat nichts mit Rassismus als solches zu tun. Wenn jemand seine eigene Rasse liebt und pflegt, muß dies nicht zwangsläufig bedeuten, daß dieser Jemand  spezielle negative Gefühle gegen andere Rassen hegt. Genau so wie jemand, der seine Familie liebt, aber doch nicht andere Familien haßt. Aber wenn Haß nicht Teil des Rassesmus per se ist, ist da offensichtlich eine emotionale Distanz zwischen den Gefühlen, die jemand zu seiner eigenen Rasse und denen zu einer anderen Rasse hat. Gefühle, die in manchen Fällen positiv, in manchen unterschiedlich, manchmal negativ oder abweisend sein können.
Dafür gibt es eine einfache Erklärung:
Wenn eine Gruppe überlebt, bedeutet es, daß die Mitglieder dieser Gruppe ein besonderes Verhältnis zu einander haben, welches die Gruppe zusammenhält und Außenseiter oder Fremde ausschließt. Es ist so, daß der Erfolg des Überlebens der Gruppe proportional von der Intensität der positiven Gefühle unter den Mitgliedern zu einander abhängt, und dies wieder proportional zu der Intensität negativer Gefühle gegenüber konkurrierender Gruppen.
Anders gesagt: Negative Gefühle über andere Gruppen sichern das Über-leben der eigenen. So sieht man, daß jede Gruppe, seien es nun Familien oder Nationen, abhängig ist von der „Liebe“ der Gruppenmitglieder zu einander oder den (relativen) Haß zu anderen Gruppen und deren Mitglieder. Normalerweise halten sich wohl diese Gefühle wie Gruppen-“Liebe“ und Gruppen-“Haß“ die Waage in jeder Population. Außer, es treten besondere Umstände ein, z.B. Krieg oder Wirtschaftskrisen.
In Europa, besonders in der BRD, kann man die Situation besser verstehen, wenn man vom Großen aufs Kleine schließt. Analog denken! Das Staatsgebiet wird in dem Fall Haus und Garten. Die Nation, das Volk, stellt die Familie dar...
So, jetzt muß man sich vorstellen, was passiert, wenn eine Familie Fremde aufnehmen soll. Es macht einen Unterschied, ob dies aus Hilfsbe-reitschaft oder einer moralischen Pflicht - sprich: Schuldgefühl - entspringt oder ob die Gäste Gastgeschenke - sprich: Investitionen - mitbringen.
Schande über die Eltern (Regierung), die ihre eigenen Kinder (das eigene Volk) vernachlässigt und Fremde vorzieht.
Es passieren so genannte rassistische Übergriffe eher bei den unteren Bevölkerungsschichten als bei der Oberschicht, da die Unterschicht viel eher den Kontakt mit Nichtweißen und dessen Auswirkungen zu spüren bekommt.
Wer gut situiert und fern der Realität wohnen kann, kann auch weiter seinen liberalen Multikulti-Träumen nachgehen.
Im Fußball ist es ähnlich. Gegen zwei, drei große Könner  ausländischer Herkunft oder anderer Rasse wird kaum ein Fan etwas haben. Wenn aber drei Viertel des Klubs aus Spielern von Nigeria, Ghana, Kamerun, Serbien und Albanien besteht, kann sich der Fan nicht mehr mit der Mannschaft identifizieren.
Der angebliche Trost: „55% aller Tore in der Bundesliga werden von Ausländern erzielt“ hilft nicht darüber hinweg.
Im Gegenteil!
Mit freundlichen Grüßen,
Dietmar Piebrock, Swakopmund

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