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Thursday 19th of June 2003 Big Brother is watching you. Wer kennt sie nicht, die düsteren Zukunftsvisionen von George Orwell? Am 25. Juni ist es 100 Jahre her, daß Eric Blair (alias George Or-well) geboren wurde. Sein Stern ist - zu unrecht - etwas verblaßt. Dabei wird die Angst vor dem „big Brother", der uns arme Bürger so brutal kontrolliert und manipuliert, doch immer größer. Erinnern Sie sich an die Intelligenz der Schweine (Farm der Tiere)? Köstlich dieser alte Eber „Old Major", der den kommunistischen Traum von der Gleichheit aller zum Anlaß für seine Revolte nimmt... Orwell hat eine Legende verfaßt. Über unsere Welt, denn noch immer sind die Schweine die Intelligentesten, die den „Animalismus" propagieren, von dem zuletzt doch nur sie selbst profitieren. Orwell läßt grüßen. Sind es die Schweine? Oder spielt doch das Geld die größere Rolle? George Bush hat den Krieg gegen einen Schurkenstaat mit wenig Geld gewonnen (79 Milliarden Dollar ist weniger als 1 Prozent des jährlichen BSP der USA). Aber hat Amerika auch das Bargeld, die Ölfelder im Irak zu modernisieren? Es ist zwar die größte Wirtschaft der Welt... Aber auch der größte Kreditnehmer! Die beeindruckende Militärmacht wird von ausländischem Kapital getragen. Und was geschieht wohl, wenn ausländische Investoren ihr Engagement in der US-Wirtschaft (sagen wir mal:) „reduzieren"? Ausländische Forderungen in den USA belaufen sich auf 8 Billionen Dollar. Das amerikanische Zahlungsdefizit wird seit 1982 immer größer. Die US-Regierung ist tatsächlich von ausländischem Kapital abhängig. Das britische Empire war nicht auf militärischer Macht aufgebaut, sondern auf dem Export von Kapital: etwa bei der Entwicklung von Infrastruktur von Ländern, die heute als „unterentwickelt" gelten. Oder weil London seine Investoren überzeugen konnte, daß sie ihr Geld im Ausland anlegen und ihre Anteile ausbauen sollten. Beispiel: Suez-Kanal. Anders in den USA heute: Unter George Bush - aber auch schon vorher - ist eine Tendenz festzustellen, die der Weltmacht geradezu „das Genick brechen" könnte: Bush kombiniert zunehmende Militärausgaben mit abnehmenden Steuereinnahmen. Das geht nur so lange gut, bis ausländische Investoren glauben, der Euro sei stärker als der US-Dollar. Es gab in der Vergangenheit ein Beispiel, wie eine Weltmacht von ausländischem Kapital abhängig war: das russische Zarenreich wurde von ausländischen Anleihen getragen. Größtenteils französische Investoren bezahlten die Modernisierung des Militärs. Und als der Zar immer häufiger Ratschläge aus Paris befolgen mußte, zerbrach das erste europäische Kaiserreich! Daher sollte Bush an die viel ge-schimpfen Franzosen, Deutsche und Japaner denken: Sie finanzieren (unwissentlich) seine militärischen Anstrengungen. Wer bezahlt, darf doch auch bestimmen? Oder, Big Brother? |
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