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Hundert Jahre Etoscha Nationalpark Friday 16th of March 2007 Okaukuejo (bw) – Es wird gehämmert und gezimmert in Okaukuejo, dem westlichen Rastlager vom Etoscha National-park. Bungalows warden renoviert und modernisiert, die Rasenflächen durch Steingärten ersetzt, Handwerker sind überall tätig. “Hier tut sich etwas,” strahlt Sunday Nelenge, der neue Manager in Okaukejo. “Ich heiße wirklich Sonntag mit Vornamen,” sagt er mit seiner dunklen Stimme. Ein frischer Wind weht durch den Etoscha Nationalpark, im Jubiläumsjahr soll alles schöner, moderner und komfortabler warden, was die Unterkünfter für die Touristen betrifft. Etoscha wird am 22. März 100 Jahre alt, einer der ältesten Parks in Afrika und einer der größeren, knapp über 22,000 Quadratkilometer, halb so groß wie die Schweiz.Der damalige deutsche Gouverneur Friedrich von Lindequist hatte erst den Naukluftpark und dann am 22.2.1907 Etoscha zum Natur-schutzgebiet erklärt. N$10 Millionen setckt die staatliche Firma Namibia Wildlife Resorts (NWR) nun in die Renovierung, nachdem rund 15 Jahre kaum etwas getan wurde. Da ist viel aufzuholen. Der Campingplatz von Okaukuejo wird verkleinert, dafür der im 80 km entfernten Halali für 500 Camper vergrößert. Es wird auch weniger Betten in Okaukuejo geven, die 4-Bett Bungalows werden schick hergerichtet als 2-Bettunterkunft. Die beliebten Grillplätze vor den Bungalows sollen verschwinden, nur wenige bleiben erhalten. Die ersten 5 Bungalows and der Wasserstelle werden doppelstöckig und wandern damit in die Luxuskategorie, für den normalen Bürger unerschwinglich. ,,Wir wollen das obere Preissegment erobern, wir wollen nun mit dem Privatsektor mithalten,“ sagt NWR-Chef Tobie Aupindi. ,,Die Ansprüche der Touristen habe sich geändert.“ Die Zimmer sind nett hergerichtet - im afrikanischen Stil - Daunendecken und Moskitonetze laden zum Veweilen ein. Weiter in Halali zeigt Manager Simon Iyambula stolz die frisch renovierten Zimmer vor. Unsere Bungalows werden auch bequemer und von 4 Betten auf 2 Betten redu-ziert, wir wollen Quantität durch Qualität ersetzen,“ erklärt Iyam-bula. Halali ist sehr weitläufig, unter riesigen Bäumen vesteckt sich das schöne Rastlager, obwohl die meisten Reisegruppen hier oft nur Mittag essen und dann weiterfahren. Alle drei Lager bieten seit Februar Wildrundfahrten an, je 2 Safari-wagen sind immer einsatzbereit, auch Nachtfahrten gibt es. ,,Bald bieten wir geführte Wanderungen an,“ so Iyambula. Fort Namutoni 75 km weiter östlich ist Großbaustelle. Das Restaurant ist zu. ,,Wir bauen um und trotzdem übernachten die Leute hier, der Name Etoscha ist so weltbekannt, daß die Touristen das hier in Kauf nehmen, nur um unseren Park und seine Tiere zu erleben,“ erklärt Francois Snyders, der wie seine Kollegen Sunday Nelenge und Simon Iyambula erst vor wenigen Monaten ihre Managerposten angetreten haben. Alle drei kommen, wie ihr Chef Aupindi, von dem Unternehmen Wilderness Safaris, das auch in den Nachbarländern Safaris unternimmt und ,,Lodges“ besitzt. Die drei Etoscha-Manager haben von der Pike auf gelernt, waren erst Naturschutz-warte, dann Tourguides, haben sich hochgearbeitet und die vielen Fort-bildungskurse von Wilderness der letzten 15 Jahre genutzt, sie kennen sich im Tourismus aus. ,,Wir sind die drei Musketiere von Etoscha und wir krempeln hier die Arme hoch und stemmen das hier – Etoscha wird richtig schön, modern und komfortabel,“ sagt Francois Snyders. Ob die Touristen das Neue annhemen, muß abgewartet werden. In Namutoni wird es in wenigen Wochen keine Grillplätze geben, keine Kühlschränke mehr in den Zimmern und Bungalows, dafür aber 2 Restaurants im alten Fort, das man demnächst nur per hölzernem Laufsteg betreten kann, der berühmte Postkartenanblick ist futsch. Die Tourisen sollen nicht grillen, sondern in den Restaurants essen, so will es NWR. Ob das Konzept aufgeht? Den wilden Tieren ist es egal, die schwelgen gerade im üppigen Grün, haben Wasser im Überfluß, es hat sehr gut geregnet in Etoscha. Am 22. März, dem Stichtag, denn vor genau 100 Jarhen hatte Gouverneur Friedrich von Lindequist per Amtsschreiben Etoscha zum Naturschutzgebiet erklärt, gibt es einen kleineren Festakt im Garten des Tintenpalastes in Windhoek. Am 28. September wird das Hundertjährige in Etoscha groß gefeiert. Der Eingang zum Rastlager Okaukuejo |
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