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Sunday 25th of March 2007 Etwa um den 21. März jeden Jahres beginnen die Spekulationen: Wird der Präsident einen Wandel im Kabinett ankündigen? Wenn ja, wer soll dann gehen? Wen bringt er an neuen Gesichtern? Wie baut er seine Mannschaft um? Natürlich ist solch ein Wechsel im zweithöchsten Gremium der Exekutive (der Staatslenker selbst hat die mächtigste Funktion inne) keineswegs an den Termin der Unabhängigkeitsfeiern gebunden. Und nun sage auch niemand, unser Präsi Pohamba habe noch gar keine Änderungen vorgenommen! Da fällt einem doch zumindest die Neuschaffung eines Ministeriums ein: für Veteranen war das! Und wie haben wir uns gefreut, daß der Generalsekretär der Partei, Tjiriange, nicht mehr als Minister ohne Amtsbereich sein Gehalt vom Steuerzahler bezog (und die Partei vermutlich überhaupt nichts beisteuern mußte). Doch so langsam entstehen Fragen, was es mit diesem Ministerium für Veteranen wohl auf sich hat. Für wen oder was? Eine der zahlreichen neuen Zeitungen (wenn man die amateurhaften Blättchen so bezeichnen darf) brachte ein langes „Interview“, in dem sich der Veteranminister selbst darstellen konnte. Er tat es nicht. Das Interview war keines. Man beschränkte sich daraufhin darauf, einfach mal darzustellen, wozu solch ein Ministerium (wenn überhaupt) gut sein könnte. Sozusagen im Dienste der Transparenz. So wie die Veteranen im Dienste des Vaterlandes zum Bruderkampf angetreten waren. Als nun aber in Swakopmund wieder die Polizeikapelle in ihren kolonialroten Uniformen auftrat, wurde einem Veteranen der schreibenden Zunft ganz weh ums Herz. Die spielten tatsächlich immer noch „Mein Vater war ein Wandersmann“ - wie am ersten Tag, eigentlich der ersten „etwa“ Mitternacht, als das Land unabhängig wurde. Wenn das nichts für Veteranen ist, die sich noch erinnern können!!! Und am Kabinett hat sich nichts geändert! back |
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