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Sunday 25th of March 2007 Bezugnehmend auf den Artikel “Die Gondwana-Groep in die pragtige, mooi Suide”, der in Ihrer Ausgabe vom 2. März erschien, möchte ich das folgende sagen: back In diesem hochinteressanten Artikel beklagt die von vielen im Lande verehrte Frau Petra Hamman auch die sozialen Zustände im Süden Namibias. Sie erinnert, daß dieser Süden nun schon lange von der regierung “vergessen” ist, ein Dasein als Stiefkind der nationalen Politik fristen muß. Frau Hamman klagt mit Recht. Schon seit dem Zusammenbruch der Karakulindustrie vor nun ca. 25 Jahren ging es mit dem Süden bergab, er entwickelte sich zurück zum Armenhaus Namibias - dies nicht ganz ohne eigene Mitschuld. Man könnte das Bild, das Frau Hamman zeichnete, noch ausmalen, man könnte Details, Farbe und Zahlen beifügen, aber das ist unnötig. Der, der den Süden kennt, weiß, was da nicht angeht - der, der den Süden liebt, weint. Langer Rede kurzer Sinn: Wenn nicht das mit Macht restauriert wird, was den Süden einst “machte”, nämlich das Karakulschaf, wird es dauerhaft nicht aufwärts gehen können dort. Man kann hier und dort limitiert mit anderen Mitteln sein Fortkommen suchen, man kann auch einen eng begrenzten Erfolg zeigen, ohne Frage. Ohne Frage ist aber auch deutlich, daß nur das Karakulschaf und seine Haltung für eine Vollbeschäftigung der Menschen dort sorgen kann. Für alles andere sind die Verhältnisse dort zu extrem. Das Tourismuspotenzial ist da, es stößt aber an Grenzen, die Entfernungen und Natur vorgeben. Auch die Entwicklungspolitik, ihre Kanalisierung der Gelder des Staates, bildet eine dieser Grenzen, die in absehbarer Zeit unverrückbar sein wird, bäumt sich der Süden nicht auf. Der Süden blühte NUR mit dem arbeitsintensiven Karakul, davor und danach war keine Blüte zu verzeichnen. Gesunder Menschenverstand diktiert eine Konzentration der verfügbaren Mittel auf die sich nun erholende und sich mit neuen Märkten erneut in den Vordergrund drängende Karakulindustrie. Neue Märkte neben den traditionellen, neue Produktionstechniken neben alten Erfahrungen und ein vollwertiges Teil sein in und mit der internationalen Gemeinschaft bieten Optionen und Vorteile, die dem Süden wieder pulsierendes Leben einhauchen werden. Er wird dann, wie einst, seinen großen Beitrag zum Bruttosozialprodukt unserer Heimat leisten. Wenn... Wenn, ja wenn nicht wieder nur Fehler seitens unserer “Macher” gemacht werden, wenn der Mensch des Südens nun nicht weiter schläft und sich mit seinem Status als Lieferant des “Hendrik-Witbooi-Bildchens” auf dem Stückchen Papier zufrieden gibt, das er zu selten nur selbst in seiner Tasche hat. Jetzt muß der Süden als Einheit agieren, muß fordern, darf sich mit weniger als seinem vollen Anteil an der nationalen Entwicklungspolitik nicht länger zufrieden geben: Ein talentierter Politiker kann sich jetzt profilieren, Parteien ihren echten Wert zur Schau stellen, ihre Mitgliederbasis dort ausbauen. Möge der Süden leben, möge unser Landwirtschaftsministerium sein Möglichstes tun, um unsere Versuchsfarm Gellap in seinem Besitz und unter seiner regie zu belassen, möge das Arbeitsministerium aufwachen, um das nötige Regelwerk für die Karakulindustrie zu schaffen und mögen die Menschen dort ihre regionalen und nationalen Vertreter zu einer geeinten, zielbewußten Lobbyarbeit zu zwingen in der Lage sein! |
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