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Sunday 25th of March 2007 Welches sind die Prioritäten für die namibische Nation im Jahre 2007? back Gibt es für eine junge, multi-ethnische Nation, die aus einem langjährigen Bürgerkrieg geboren ist, wichtigeres auf dem Tagesplan als das, was man gemeinhin heute als “nation building” bezeichnet? Nationen entstehen selten nur durch Verträge oder eine Deklaration, Nationen entstehen durch das Wollen der Menschen, die sich als “gleichwertig” sehen, die ein Gebiet zusammen bewohnen, eine gemeinsame Sprache sprechen, eine ähnliche Lebensweise haben, die zusammen schweißen. Es ist deutlich, daß einige dieser Voraussetzungen hier fehlen, daß dadurch der Prozeß des “nation building” bei uns erschwert ist. Tatsächlich ist er in der Praxis noch nicht abgeschlossen. Immer noch wird das alles offenbar noch nicht gut verstanden, denn sonst müßte man meinen, daß die Führer dieser werdenden Nation Namibia viel mehr Liebe und Mühe, viel mehr Zeit und viel mehr “Resourcen” für diesen Prozeß aufwenden würden. Es scheint, daß gerade hierfür billige Fassaden als ausreichende Strukturen für gut genug erachtet werden, und das auch von den Leuten, die sich alle als “Gründerväter” dieser Gemeinschaft sehen. In einer Landesverwaltung, deren Ziel - oberflächlich betrachtet - die Darstellung möglichst vieler Ministerien zu sein scheint, fehlt mit Sicherheit ein Ministerium, welches koordiniert die “nation building” zu betreiben hat. Ein Ministerium, welches als Kontrollinstitution das Tun und Lassen der anderen 22 Ministerien bezüglich der “nation building” zu überwachen und zu korrigieren hat. Ein Ministerium, dessen Gewalt in einem Veto-Recht zu liegen hat, mit dem der “nation-building” abträgliches Tun anderer Ministerien rigoros gestoppt werden kann. Nach nun 17 Jahren Namibia sehe ich keine andere Priorität, die dieser gleich kommt. Unsere Parlamentarier aller Fraktionen sollten gut darüber nachdenken, die Opposition sollte aber versuchen, zu verhüten, daß bei Bildung dieses Ministeriums wieder einmal ein “verdienstvoller, aber unfähiger” Kamerad ans Steuer gestellt wird, der nicht die Förderung der Nation, sondern die seiner Partei allein als Ziel seiner Anstrengungen sieht. |
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