1500 km Küste

Sunday 13th of May 2007
Frager im Sand
Namibia hat eine ca 1500 km lange Küste. Diese Küste liegt an einem der immer noch fischreichsten Gewässer der Welt, dem Benguella-System. Macht unser Land “das meiste” aus dieser Situation?
Man wird heute in allen Medien und Workshops auf die Tatsachen der Umwelt- und Klimaänderungen und deren Einflüsse auf die Tatsache hingewiesen, daß andere Anrainer auch Zugang zi diesem System haben und daß auch viele Nicht-Anrainer eine oft unkontrollierte Rolle spielen, daß wir also nicht allein Nutzer des Systems sind und daß das System überbenutzt ist etc etc . Gut, das ist wahr. Aber das system läßt sich ja nicht nur direkt “im und aus dem Wasser” nutzen, es gibt mit Sicherheit andere, zusätzliche Möglichkeiten der Nutzung, die nicht oder kaum nur “angekratzt” sind.
Die Möglichkeiten, die das Klima mit seinem Wind bietet, die gemäßigten, gesunden Temperaturen der Küste, Seegang, Ebbe und Flut, das Pflanzenleben der Küstengewässer, der unendliche Raum dahinter, alles dies und wahrscheinlich noch sehr viel mehr ist doch nutzbar, ökonomisch nutzbar in mannigfaltiger form. 1500 km Küste mit fast Null-Aktivität noch im Jahre 2007, das ist doch nicht gut! Was hätten die Yankees oder andere Nationen damit gemacht? Was würden sie damit machen, hätten sie eine Ahnung davon?
Das Klima dieser langen Küste gilt als das gesündeste der welt. Diese Tatsache allein schon ließe sich ausnutzen. Ein Großteil der maroden, aber wohlhabenden Bevölkerung anderer Länder mit wenig gesundem Klima könnte hier ein riesiges Sanatorium finden - aber kaum jemand ist sich über diese Tatsache bewußt, vermarktet wird sie von uns international noch ganz und gar nicht. Könnensich die Namibier das leisten? Bestimmt nicht auf Dauer! Wir sollten aktiv werden!
Dieses unser Land scheint das Land der Workshops geworden zu sein. Nun gut, dann sollte eine Reihe Workshops, gut organisiert, zum Thema “Küstennutzung” doch sicher auch noch drin sein, nicht wahjr? Denn daß die Nutzung des Benguella-Systems nur durch die Fischerei keine sehr große Zukunft mehr hat, das sollte uns allen doch heute klar sein. Selbst Fisch- und Austernfarmen an der Küste sind, langfristig gesehen, gefährdet; machen wir uns da nichts vor!
Wann wollen wir an alternative, umfassende Nutzungsformen denken, wenn nicht heute?
“Frager im Sand”

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