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Sunday 13th of May 2007 Der Sport in Namibia back Der Sport in Namibia? Ja, was ist los mit dem Sport bei uns/ Es ist doch gar nicht solange her, da waren wir alle sehr stolz; stolz auf das, was ein Läufer, auch eine Fußballmannschaft unter dem Banner Namibias leisteten. Der Name Namibia wurde durch den Sport bekannt, er war in Sportkreisen geachtet, wir alle fieberten vor der Mattscheibe mit, wenn ein Frank Fredericks oder die Brave Warriors in Aktion traten. Heute? Was ist los? Warum fiebern wir nicht mehr? Warum schauen wir meist erst gar nicht mehr hin, wenn “sich was tut” auf dem Bildschirm? Lohnt sich das Hinsehen nicht mehr, erregt es keinen Stolz mehr? Warum entwickelt sich sportlich nichts mehr, warum konnte nicht auf dem Damaligen aufgebaut werden, warum “sackt” auch der Sport bei uns nur ab? Fragen sind das, die sich aus all dem Fraglichen entwickelten - und ehrlichge antworten fehlen. Wurde unser Sport “totgemanaged”? Ist es das Ministerium, welches versagt? Die Kommissionen? Einzelpersonen? Versagt die Verwaltung der Verbände? Oder gibt es keine Sportler von Format mehr in Namibia? Woran fehlt es? Man hört von Mißmanagement, von der Veruntreuung von Geldern, von einem administrativen Chaos, der Minister redet sich heiser und und und. Ja, und trotz vieler Mühen - es sind Mühen und Anstrengungen zu sehen - geht es nicht vorwärts, sondern rückwärts. Fehlt es am Können oder fehlt es am Wollen in Namibia? Ist zu viel Geld im Spiel, welches dem einen oder anderen ins Auge sticht? Warum stehen die Sportler nicht selbst einmal auf und sagen laut, was in ihren Augen nicht richtig ist? Warum stehen nicht die ehemals erfolgreichen Sportler auf und sagen, was “damals” anders war? Herrr Fredericks ist nun der Berater der Deutschen (Staffel), warum berät er nicht die Namibier? Nun wird, wie man hört, die Schuld wieder einmal einem Trainer gegeben. Nun ja, das ist tatsächlich erst einmal das einfachste, ein Sündenbock lenkt ab, gibt eine Atempause und... ändert gar nichts an der insgesamt verfahrenen Situation. Man scheint in einem teufelskreis zu stehen, findet keinen Weg aus diesem heraus. Ist das typisch für unser ganzes Land? Oder nur für den Sport? Eine Straffung der Organisationen, ein Wegtun mit zwei Dritteln der Funktionäre wäre, laut Meinung einiger Kenner, der einzige Weg, eine positive Änderung herbei zu führen. Dies und eine allgemeine Bescheidung auf das, was tatsächlich machbar ist in unserer sehr kleinen Nation mit ihren vergleichsweise sehr geringen Mitteln. Etwas, was dazu gehört, wären gut ausgebildete Mitarbeiter auf allen Ebenen der Sportverwaltungen, auch bessere Kommentatoren des NBC. Eine bessere Dar- und Anbietung von Sportprogrammen sowie investigativer Journalismus - wenn zugelassen - könnte Wunder wirken. Vor allen Dingen müßte man jede Kasse abschließen, so daß all jene, deren Interesse nur darauf konzentriert ist, entmutigt die “Sportarena” verlas-sen. Geht das nicht? Der Sport ist wichtig zur “Nation-building”: Im Sport kommen wir alle uns näher, lernen wir den Anderen kennen und achten. Sport ist keines-wegs ein Luxus, gedacht für nur reiche Nationen. Gerade kleine, arme, junge Nationen dürfen sich nicht den Luxus leisten, dem Spoert einen Platz unter “ferner liefen” zuzuordnen. “Mens sana in corpore sano” |
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