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Sunday 13th of May 2007 Wir deutschsprachigen Bürger Namibias wissen, was der Ausdruck “einen Bärendienst erweisen” bedeutet. Nun, sehr zivilisiert, sehr höflich ausgedrückt, muß das, was Frau Nandi-Ndaitwah nun “fabrizierte”, als ein Bärendienst gewertet werden. Ein Bärendienst dem NBC, der Swapo, der Regierung, Herrn Nujoma und der ganzen namibischen Nation. Ein unerwartet gründlicher “Job” war es. back Wie es die AZ sinngemäß ausdrückte: Mit Demokratie, freier Meinungs-äußerung, Pressefreiheit und natürlich auch “common sense” hatte das nichts mehr zu tun. Es sind solche bedauerlich dummen Maßnahmen, die selbst den letzten Ziegenhirten im Lande aufschrecken lassen. Wie kann man nur, Frau Nandi-Ndaitwah? Dieses Tun bestätigt die langjährigen Befürchtungen vieler Bürger, daß uns ähnliches bevorstehen könnte, was unsere Mitmenschen schon lange im diktatorischen Simbabwe erleben. Das alles zerstört auch im Ausland jedes Vertrauen in Namibia, Vertrauen in unsere demokratische Integrität,. in das, was uns kreditwürdig machte. War das nötig? Ja, es fängt immer so an, immer ist der “Maulkorb” das erste und das sicher-ste Zeichen, das auf den Zusammenbruch von Vernunft und Ordnung in versagenden Staatewn hinweist, wenn der Kritik der Bürger nicht mehr sachlich und intellektuell begegnet werden kann. Es ist immer das erste offensichtliche Zeichen einer Unterdrückung der Freiheit. Jetzt wird bald die Angst, die schon heute vorhandene Vorsicht ablösen und die Zeit ist gekommen, da wir nur noch leise singen werden: Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten? Sie fliehen vorbei wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Kerker einschließen; es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei. Und die ganz Trotzigen unter uns singen dann weiter: Und sperrt man mich ein im finsteren Kerker, das alles sind rein vergebliche Werke, denn meine Gedanbken zerreißen die Schranken und Mauern entzewei. Die Gedanken sind frei Unser Grundgesetz wird endgültig zur Farce, nutzen wir nicht endlich die restliche Zeit zum vehementen Protest. Tun wir das nicht, dann werden wir tatsächlich sehr bald nur noch die Gedankenfreiheit haben. Und selbst mit der geht’s eines Tages zu Ende, erinnern wir uns an 1984 (Orwell). Bürger Namibias, Mitbürger, Protestieren wir alle - jetzt und laut - morgen ist es zu spät. P.Hager, Henties Bay |
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