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Sehenswert: Museum Fort Grootfontein Sunday 20th of May 2007 eugnisse, Diplome, Bibeln, technische Geräte, Reiseaccessoirs, Kochgeräte, Kleidung, Briefmarken aus dem alten Deutsch-Südwestafrika: all das und vieles mehr gibt’s im Museum Grootfontein zu sehen. Das Museum in der Erikssonstraße, einer Nebenstraße der Durchgangsstraße von Otavi nach Rundu, befindet sich im alten Fort, welches die Schutztruppe 1896 als deutschen Militärstützpunkt erbaut hatte. Das nach dem Ersten Welt-krieg als Schule und Schülerheim genutzte Gebäude stand um 1960 leer und war dem Verfall preisgegeben. Es ist der Verdienst von Sandy Young, dem Grootfonteiner Apo-theker, 1972 mit der Initiative „rettet das Fort“ dem Gebäude wieder eine neue Zukunft eröffnet zu haben. Der Gedanke an ein Museum darin wurde geboren und drei Jahre später wurde die um einen Innenhof gruppierte Vierflügelanlage unter Denkmalschutz gestellt. Nach weiteren mühsamen Jahren, in denen das Gebäude renoviert wurde und die Wissenschaftliche Gesellschaft die Schirmherrschaft übernahm und man mit Sammelaktionen für die Ausstellung begann, konnte das Museum endlich am 23. Oktober 1983 eröffnet werden. Wie der Vorsitzende des Museumskomitees Marcus Prickett erzählt, bildet die Sammlung von Sandy Young die Grundlage des Fundus. Ansonsten brachte jeder, was er hatte. In der Ära Margarete und Gustav Wolfgang Bauer, welche das Museum 17 Jahre lang bis 2002 betreuten, kamen weitere Exponate hinzu. Schwerpunkte der Sammlung sind heute die Schutztruppe, die Kultur der Pionierzeit, aber auch der Zeit danach, Militaria, zahlreiche Stücke, die vom allgemeinen Farmleben sowie vom Leben der Ovambo, Himba und Buschmänner zeugen. Im Museum befinden sich außerdem einige Ausstellungsstücke zum Dorsland-Trek.Und so zeigt die Ausstellung zum Beispiel die verschiedenen Gerätschaften eines Schutztrupplers, die originale Werkstatteinrichtung der ursprünglich im Zentrum von Grootfontein ansässig gewesenen Firma „Hermann und August Deckert Wagenbau und Schmiede 1908 bis 1978“ mit Transmission, Werkbank, Zangen, Amboss, Schraubschlüssel und Zwingen. Eine Bandsäge, ein Solarkocher, eine Flaschenabfüllungs- und Verkor-kungsanlage, diverse Radioem-pfänger, Film- und Diaprojektoren, die Telefonvermittlungsanlagen von Otjiwarongo und der Mine Berg Aukas, Telefonapparate und mehr sind zu besichtigen. Maschinen und Gerätschaften der Rietfontein Molkerei erhielt das Museum Anfang 2006, darunter ein großes Butterfass aus den 1950er Jahren, das vom damals südwestafrikanischen Butterexport nach England zeugt. Schreib- und Rechenmaschinen, Ochsenwagen und Dampfmaschinen, eine Shell-Benzinpumpe, ein Wasserrad ergänzen die nach obenhin offene Sammlung. Über die ethnische Sammlung, die Frau Dr. Fischer stiftete und unter anderem Schmuck- und Handwerksarbeiten der Ovambo und Buschmänner umfasst, kann sich das Museum seit ca. 10 Jahren erfreuen. Die spanische Botschaft steuerte hierzu Bildmaterial über die Kavango-Stämme bei. Das herausragendste Exponat dürfte allerdings das Original der ersten Landkarte vom Norden Namibias sein, die Dr. Reinhard Maack Anfang des 20. Jahrhunderts anfertigte. Finanziert wird das Museum durch Eintrittsgelder, Mitgliedsbeiträge und Spenden. Allerdings ist das aus Lehm erbaute alte Fort ständig renovierungsbedürftig. Die Muse-ums-Association Namibia und der Museumsrat unterstützen die laufen-den Sanierungsarbeiten. Als sehr spendefreudig erwies sich in der Vergangenheit auch die französische Botschaft. Für die finanzielle Hilfe bei der kürzlich durchgeführten, dringend notwendigen Termiten-bekämpfung ist das Grootfonteiner Museumskomitee der deutschen Botschaft sehr dankbar. Der engagierte Vorsitzende des Museumskomitees Marcus Prickett bei der Erklärung einer Dampfmaschine |
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