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“... we don’t want, what happened in Zimbabwe” Sunday 20th of May 2007 „... we don‘t want, what happened in Zimbabwe“, war die Antwort der 1. Botschaftssekretärin Libertina K. Kautiwina auf eine nach der Landreform geäußerten Frage auf dem 4. Heidelberger-Nambia-Tag der Deutsch-Namibischen Gesellschaft vergangenen Samstag. Frau Kautiwina, die in Stellvertretung für den namibischen Botschafter in Deutschland Prof.Dr. Peter Katjavivi gekommen war, versuchte ihr Glück bei der an ihren Vortrag anschließenden Diskussion im Ausweichen. Auf die Frage, dass bei der Durchführung der Landreform öfters zu beobachten sei, dass lediglich die Hautfarbe des Großgrundbesitzers wechsle und wie sich die Regierung dazu stelle, betonte sie beispielsweise die politische Dimension des Themas und das in der Verfassung garantierte Recht der Regierung auf Landenteignung. Ansonsten verwies sie auf das „willing seller-willing buyer-Prinzip“, das die Regierung favorisiere und beibehalten wolle. Dabei falle der Landerwerb schwer, weil die Preise so hoch seien. Die Regierung, die - wie die Zuhörer auf nochmalige Nachfrage erfuhren - das Vorkaufsrecht bei Landverkäufen besitzt, zahle Entschädigungen, doch müssten auch die Preise stimmen. Auf die Frage nach den immensen Einkommens-unterschieden in der namibischen Gesellschaft und dem Vorstoß von Bischof Kameta auf Einführung einer Basisunterstützung wurden die Zuhörer belehrt, dass die Leute im Norden Namibias einfach zu leben versuchen, wenn man aber- und hier wurde das Auditorium von der Diplomatin gebeten, sie nicht falsch zu verstehen - im Süden jemandem Unterstützung gäbe, könne es passieren, dass dieser die Unterstützung verkaufe und den Erlös vertrinke.Der Vortrag selbst arbeitete im Prinzip die Allgemeinplätze deutsch-namibischer Zusammenarbeit wie Wirtschaft, Handel, Transport, Rohstoffe oder auch Bildung brav ab, ohne besondere Neuigkeiten zu enthalten. Besonders hob Kautiwina allerdings hervor, dass die Menschen mit deutschen Wurzeln in ihrem Lande Namibia als ihre Heimat ansehen und die Verfassung keine Volks-gruppen diskriminiere. Für Nambia reklamierte die 1. Botschafts-sekretärin in Sachen Rindfleich und Tourismus Top-Positionen, so habe das Land nicht nur einen der am schnellsten wachsenden Tourismus-märkte des südlichen Afrika, sondern es sei auch vor Sambia und Südafrika führend im Tourismus. Auch bei der Qualität von Rindfleisch, so äußerte sie, nehme Nambia den 1. Platz noch vor Brasilien ein. Weiter berichtete sie, dass die Regierung im Rahmen der Landreform vor kurzem zwei Farmen nahe des Etosha im Namen der San erworben habe. Die San seien vor 100 Jahren aus der Gegend vertrieben worden und sollen nun hier wieder angesiedelt werden, wobei sie von der Parkbesuchern wirtschaftlich profitieren könnten. Zum HIV-Aids-Problem erläuterte Kautiwina, wie wichtig der Kampf gegen diese Krankheit sei und dass große Anstrengungen zu deren Bekämpfung unternommen werden, die erste Erfolge zeigen. |
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