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Interview mit Air Namibia Deutschland Friday 20th of July 2007 Die großen Schulferien haben in Deutschland bereits begonnen, die Gästezahlen steigen deutlich zwi-schen Juli und Oktober an. Viele europäische Besucher wählen Air Namibia, um in das Land zukommen. Birgit Münz bat per E-Mail die von der deutschen Vertretung der Flug-gesellschaft beauftragte PR-Mana-gerin Ireen Heinrich um ein Inter-view. back NamibiaPLUS (NP): Sie bieten in Deutschland auch Regional- und Inlandsflüge an. Können über Air Namibia Deutschland problemlos innernamibische Flüge gebucht wer-den? Werden diesen Fluggästen auch Transfers vom Hosea Kutako zum Eros-Airport angeboten? Air Namibia (AN): Air Namibia bietet ihren Fluggästen innerhalb Deutschlands keine Zubringerflüge, sondern das beliebte Rail & Fly-Programm an. Die Nutzungsrate liegt bei über 50 Prozent und ermög-licht Reisenden aus allen Städten der Republik, ihre Reise nach Namibia anzutreten. Regional- sowie inner-namibische Flüge können problemlos bereits von Deutschland aus gebucht werden. Ein Flughafen-Transfer-service in Windhoek existiert seitens Air Namibia leider nicht; dieser sollte daher über einen Touroperator gebucht werden. NP: Was kostet zum Beispiel ein Weiterflug von Windhoek nach Katima Mulino oder Lüderitz? AN: Die Strecke Windhoek – Katima Mulino kostet ab 1770 NAD (ca. 185 EUR) bzw. mit Rückflug 3540 NAD (ca. 369 EUR) zzgl. Steuern und Gebühren. Die Strecke Windhoek – Lüderitz kostet ab 1380 NAD (ca. 144 EUR) bzw. mit Rückflug 2760 NAD (ca. 288 EUR) zzgl. Steuern und Gebühren. NP: Wie haben sich die Passa-gierzahlen entwickelt, wie hoch war 2006 die Auslastung der Deutsch-landflüge? AN: Die Passagierzahlen haben sich extrem positiv entwickelt. Air Namibia konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von über 8 Prozent verzeichnen. Auch die Auslastung der Maschinen ist mit 75 Prozent erfreulich hoch. NP: Wie viele Touristen aus Übersee brachten Sie 2006 ins Land? AN: Air Namibia hat letztes Jahr knapp 50.000 Touristen unterschied-licher Nationalität nach Namibia geflogen (nur Betrachtung der Frank-furter Strecke!) NP: Für wie viele Passagiere aus Europa ist Namibia Endstation, und wie viele steuern das Land nur aus Transitzwecken an und fliegen wei-ter nach Südafrika? AN: Etwa 20 Prozent der Reisenden nutzt Namibia lediglich für Transit und fliegt danach weiter in die Nachbarländer. Etwa 80 Prozent der Passagiere bleiben dagegen im Land. Dieser Anteil konnte erfreulicher-weise auf Grund gezielter Market-ingaktivitäten im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht werden. NP: Air Namibia beteiligt sich in Deutschland an zahlreichen Mar-ketingaktivitäten, so zum Beispiel an der mit dem NTB initiierten SWR3-Werbekampagne. Tragen diese Aktionen bereits Früchte? AN: In Kooperation mit dem Namibia Tourist Board steuert Air Namibia zahlreiche Marketing-aktivitäten in Deutschland. Die bisher wichtigste und größte Aktion war die SWR3-Kampagne „Elch & Weg“. Diese Werbeaktion über Namibia lief über 4 Wochen und erreichte zwischen 12-13 Millionen Hörer in Deutschland. Im Ergebnis wurde der Bekanntheitsgrad der Destination und Air Namibia deut-lich gesteigert, was die Grundvor-aussetzung für eine aktivere Reise-nachfrage ins Land darstellt. Das Flugaufkommen ist gestiegen – sogar um ca. 10 Prozent im darauffol-genden Quartal. Wir möchten jedoch darauf hinweisen, dass nicht 100% davon ausgegangen werden kann, dass diese Steigerung allein auf die SWR3-Kampagne zurückzuführen ist. Denn in dieser Zeit liefen auch andere Promotions, wobei SWR3 aber schon die größte und erfolg-reichste Aktion war. NP: Welche Marketingaktivitäten sind für das Jahr 2007 geplant? AN: Auch dieses Jahr sind wieder viele gezielte Marketingaktivitäten vorgesehen. Air Namibia präsentiert sich auf den Messen ITB Berlin, CMT Stuttgart, WTM London, Jagd & Hund Dortmund und IMEX Frank-furt. Darüber hinaus nimmt die Air-line an Roadshows von TUI, ASA und anderen Partnern teil. Deswei-teren sind FAM-Trips für Reise-veranstalter, Pressereisen und Anzei-genschaltungen in den wichtigsten Trade- und Consumer-Magazinen geplant. NP: Air Namibia und LTU sind die einzigen Fluggesellschaften, die Nonstop-Flüge nach Namibia an-bieten. Welche Auswirkungen auf die namibische Tourismusindustrie hätte die Einstellung der Air-Nami-bia-Flüge ab Frankfurt und London? AN: Für Urlauber und Geschäfts-reisende hätte ein Wegfall der Air Namibia-Flüge katastrophale Aus-wirkungen. Fällt einer von lediglich zwei Direktfluganbietern aus, müss-ten Passagiere aus Kapazitätsgründen sicher bald auf weit umständlichere und zeitintensivere Flugverbindungen mit Zwischenstops zurückgreifen. Auch hinsichtlich des Preisniveaus wäre für die Reisenden mit Sicherheit keine Verbesserung zu erwarten, wenn eine Fluggesell-schaft das alleinige Monopol über Direktflüge verwaltet. Gemessen am deutschen Passagiervolumen nach Namibia von 65%, hätte die Ein-stellung der Flüge katastrophale Folgen für die namibische Touris-muswirtschaft. Das heißt, deutlich weniger Passagiere kämen ins Land, da nur wenige gern auf Verbindungen ausweichen, die nicht direkt und schnell sind. Hotels und Resorts würden halb leer bleiben – das würde als Resultat bald viele Arbeitsplätze kosten. Auf längere Sicht wäre mit deutlichen Umsatzeinbrüchen und sinkendem BSP zu rechnen. NP: Wie hoch ist der Anteil der Namibier am Passagieraufkommen nach Frankfurt? AN: Dieser Passagieranteil ist mit weniger als 10 Prozent relativ gering. NP: Gibt es Preis-Specials für Namibier, die 2007 nach Deutschland reisen möchten? AN: Es gibt aktuelle Preis-Specials zu verschiedenen Destinationen in Europa und USA. Desweiteren gibt es eine Sonderaktion vom 6. September bis 31. Oktober 2007 für Flüge von Johannesburg, Kapstadt oder Windhoek nach London Gatwick. Die Oneway-Strecke kostet in diesem Zeitraum nur NAD 4.500,- plus Steuern und Gebühren. NP: Wir bedanken uns für das Interview bei Ireen Heinrich und beim Air Namibia-Team Deutsch-land, das aus insgesamt 9 Personen besteht. |
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