Die Sardine “läuft” wieder bei uns

Friday 20th of July 2007
Verständnislos
Es wurden wieder “große Mengen” Sardinen gefangen vor der nördlichen Namibiaküste, so tönt es aus dem Radio und so liest man in den Zeitungen - ohne daß der Begriff “groß” definiert wurde. Und sofort verlangt die Industrie die erlaubnis, “fangen” zu dürfen. es könntye sonst einer schneller sein, nicht wahr?
Es ist der helle Wahnsinn pur. Die Pilchardindustrie liegt komatös am Boden und muß geschützt werden. Sie muß total geschützt werden, sollen sich die Bestände noch einmal erholen können. Jeder denkende Mensch in der Industrie weiß dies und er weiß, daß allein das erscheinen eines Schwarms Sardinen nur auf eines hindeutet: auf die Richtigkeit der Schutzmaßnahmen. Nichts anderes wird dadurch bestätigt. Wir sind auf dem richtigen Weg und dürfen ihn nicht verlassen.
Wir Namibier sollten jubeln und weiter schützen wie bisher. Wir sollten alle Hilfsmittel - auch unsere Marine mit ihren Zerstörern: wo sind diese überhaupt? - einspannen, um unsere Fischbestände zu schützen. Was aber tun wir? Wir wollen “fangen”: Sind wir eigentlich noch zu retten?
Ähnlich viel Logik war auch in der Debatte über die Öffnung der “Roten Linie” zu finden. Diese Linie dient und versichert den Schutz unserer fleischindustrie. Mehr dumme Bemerkungen auf so beschränktem Platz in so einer kurzen Zeit: das will gesucht und gefunden sein. Nein, da schossen die Teilnehmer - selbst einige im Ministerrang - wohl den Vogel ab... und der Fleischindustrie in den Fuß.
Hoffen wir, daß die beiden Minister, Dr A. Iyambo und Dr. N. Iyambo, ihren kühlen Kopf behalten und sich nicht von Gier und Dummheit klein kriegen lassen.
Verständnislos
 

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