Was war los? (in Deutschland)

Friday 17th of August 2007
Simon M Haag
Wie jedes Jahr auch dieses Jahr wieder Meldungen aus dem berühmt-berüch-tigten bundesdeutschen Sommerloch:
In Rede ist seit einigen Tagen ein deutsches Zentralabitur, dessen Insti-tutionalisierung die einen wegen des Bildungsgefälles vom deutschen Süden hin zu Nord- und Ostsee fordern, die anderen aber mit Verweis auf die Bildungshoheit der deutschen Länder vehement ablehnen. Auch die unter-schiedlichen Ferienbeginne müssen als Ablehnungsgrund herhalten, als ob die noch irgendetwas mit dem Abitur zu tun hätten, das z.B. im südlichen Baden-Württemberg, dem Bundes-land, das zusammen mit Bayern am spätesten in die Ferien geht, bereits um Ostern herum abgeschlossen ist.
Die Inhaftierung und Vorgericht-stellung einer verdächtigen Person im Falle des ermordeten Touristen Johannes Fellinger wurde am Mittwoch in den Hauptnachrichten des im süddeutschen Baden-Baden ansässigen Senders SWR3 gemeldet.
Nachdem die Stasi-Unterlagen-Behörde kürzlich den Fund eines sensationellen Dokuments zum DDR- Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze in den Akten der ehemaligen DDR-Staatssicherheit aufsehen-erregend publiziert hat, musste man nun feststellen, dass ein gleichlau-tendes Dokument bereits seit 10 Jahren publiziert ist, ebenfalls von einem Mitarbeiter der so genannten Birthler-, ehemals Gauckbehörde. Diese Panne liefert einen weiteren Aspekt in der nunmehr mit Nachdruck geführten Diskussion um die Auflösung der Behörde und die Überführung der Stasi-Akten in das Bundesarchiv in Koblenz.
Nach Ansicht von Günter Nooke, dem Beauftragen für Menschenrechte in der Bundesregierung, sollen die deutschen Touristen in Kuba, Mexiko, Tunesien, Ägypten, Kenia und allen anderen Ländern mit Defiziten bei der Einhaltung der Menschenrechte diese vor Ort für die Verfolgten einfordern oder zumindest dazu kritisch Stellung beziehen. Ein solch engagiertes Eintreten vermisst der Beobachter allerdings des Öfteren bei den Politi-kern ...

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