Fussball-Skandal um unseren Collin Benjamin

Friday 17th of August 2007
PLUS-Fäzzer
Fäzzer hat nachgezählt: Collin Benjamin hat im 102. Bundesligaspiel das Dutzend buch-stäblich voll gemacht: Sein 12. Treffer war das „Wembley-Tor“ gegen Hannover (und diesmal war der Ball wirklich hinter der Linie!). Aber dann erinnerte sich Fäzzer, daß Benjamin beim HSV als Vertragsamateur galt. Inzwischen mag er 2 bis 3 Millionen Euro wert sein. Der Begriff „Vertragsamateur“ verschleiert die wahren Verhältnisse - und ist geradezu ein „Betrug an der Entwicklung des afrikanischen Fußballs“. Denn mit Vertragsamateuren wartet man an-scheinend so lange, bis keine Ansprüche mehr angemeldet werden können. Aus sicherer Quelle weiß Fäzzer, daß ein dubioser Jakes Amani und ein deutscher Spielervermittler den Nami-bier per „hanseatischem Handschlag“ nach Deutschland lockten (Schnelsen und Elmshorn). Da wurden im April 2000 vage Versprechungen gemacht:“solange er Amateur bleibt“. Und Benjamin wird heute noch als „Amateur“ be-handelt, obwohl er viel Geld verdienen könnte.  Im Interesse des namibischen Vereins Civics hat Dirk Conradie Forderungen an den deut-schen Vermittler geschickt. Keine Antwort! Betrügt der HSV? Nun will Civics die FIFA einschalten, denn im Falle von Heinrich Isaaks, der bei Zonderyske Haderslev in Dänemark gelandet ist, bestehen ganz klare Verhältnisse. Schon 2003 wurde der Fall Benjamin einem deutschen Anwalt übergeben (Thorsten Tei-chert) Inzwischen wird Civics seit 5 Jahren vertröstet, und die Frage nach Kopmpensation wurde schriftlich nie beantwortet. Fäzzer, der gerade verfolgt, wie sehr sich Rafael van der Vaart über den HSV ärgert (weil er trotz 14 Mio. Euro nicht nach Valencia darf), nimmt langsam an, daß es in Hamburg „verabredete Blockaden“ gibt. Denn auch der Anwalt in Hamburg, der von Civics beauftragt wurde, hat sich nicht gerührt.Fäzzer wundert sich, was der Wert des hanseatischen Handschlags in unserer Zeit dann eigentlich wert ist. Tatsächlich wird man Afrikas Fußballer (auch Middendorp hat sich ja den Nkosi von Kaizer Chiefs mitgenommen) nicht fördern. Dann bleiben sie höchstens eine „preisgünstige“ Ware“. Ganz klar: Hier geht es Fäzzer nicht um den Verein Civics, noch nicht einmal um den sympathischen Collin Benjamin, sondern um das Prinzip. Und nun scheint es, als könne man sich nicht einmal mehr auf die ansonsten kühlen, klaren Fischköppe verlassen...

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