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Friday 24th of August 2007 Es ist beunruhigend, was wir hier sehen und hören i.B.a. den Fall Ya Nangoloh vs. Nujoma. Mit wenig Mühe kann der Bürger sich vorstellen, daß sich hier etwas entwickelt, was langfristig dieser unserer jungen Nation zum Schaden gereichen könnte. back Gerade wir deutschstämmigen Nami-bier sollten das wissen. Denn sahen wir nicht eine ähnliche Entwicklung nach dem verlorenen Zweiten Welt-krieg in Westdeutschland, eine Entwicklung, die noch heute jeden Deutschen belastet? Unsere Führer, unsere Väter wurden in den Schmutz gezerrt öffentlich. Die Nation versank in Scham. Auch heute noch, nach fünfzig Jahren, schämt unser ganzes Volk sich noch seiner Väter und Großväter, ja, seiner Urgroßväter; noch heute werden sie pauschal “Verbrecher” genannt. In diesem “freien” Staat ist heute noch immer die Rede- und Meinungsfrei-heit beschnitten, was die Vergan-genheit betrifft. Dies, weil die zwar gut gemeinte, aber doch vollständig verkehrte “Gehirnwäsche” immer noch typisch deutsch zuverlässig arbeitet und weil darum die Scham den Stolz besiegte. Das muß uns Namibier abschrecken von einem unklugen Tun, wie es jetzt auch bei uns erwartet werden kann. Eine Nation, die ihre Eltern und Führer verachtet, sich für diese schämt, ist eine von vornherein kranke Nation. Dies ganz besonders, wenn es eine junge Nation ohne eine vielhundertjährige Vergangenheit mit vielen großen Männern ist, die als Kompensation dienen könnte - wie in Deutschland. Kriege werden nie mit gewedelten Palmenzweigen gewonnen; Kriege sind Leid, Schmerz, Tod, Wahnsinn, Elend und beinhalten alle auch Verbrechen gegen Menschen. Sind sie beendet, so sollte die Aufbauarbeit beginnen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist das Vergessen und Vergeben. Das Vergessen und Vergeben auf beiden Seiten, und das müssen sich beide Herren sagen lassen. Beide machten Fehler, beide sind oftmals eloquenter als klug. Aber das darf die Nation nicht ausbaden müssen. Eine seelisch kranke Nation, wie es das Nachkriegsdeutschland eine ist, darf Namibia nicht werden, niemals. Hier appelliere ich als ein namenloser Bürger an die Klugheit der Kontrahenten. Sie können entscheiden, ob die Nation mit Scham oder Stolz beladen wird. Zum Aufbau einer Nation ist Stolz nötig. Für den Frieden Liebe. Hass ist da für den Krieg. Achtung und Stolz baut auf. Scham bricht ab. Wir sollten das weitersagen. “Deutschstämmiger Namibier” |
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