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Friday 14th of September 2007 Schande für Medienlandschaft back Guten Tag Herr Feddersen, inzwischen findet die Buschschule (BS) ja immer mehr Platz und Beachtung in der PLUS. Da Sie mich in der jüngsten Ausgabe erneut erwähnt haben, will ich Ihnen dazu kurz schreiben. Als die AZ zwischen 2003 und 2005 über die BS geschrieben hat, haben Sie dieses Thema journalistisch ignoriert. Die PLUS war lediglich der Hofberichterstatter und das Sprachrohr der Buschschule, indem Rechtfertigungsartikel von dem damaligen BS-Mitarbeiter Andreas Shiyoo veröffentlicht wurden. Sie, Herr Feddersen, haben die gesamte Angelegenheit damals offenbar nicht durchblickt, weshalb Sie nie journa-listisch eingestiegen sind. Und Sie haben offenbar auch nicht die AZ-Beiträge gelesen, denn sonst wüssten Sie, dass Gabi Behrens natürlich Informationen an die AZ gegeben hat, aber längst nicht die einzige Quelle war. Vielmehr habe ich damals mit diversen (Ex-)Mitarbeitern, Eltern der Jugendlichen, Gasteltern, Jugendli-chen, Behörden (Jugendämter, freie Träger, Ministerien, Polizei, Staats-anwaltschaft) und natürlich mit der BS selbst sowie deren Vorstands-mitgliedern und Rechtsanwalt Kontakt gehabt und sie alle auch zitiert. Anbei nur ein paar Wahrheiten/Hintergründe sowie offene Fragen, welche zu Ihrem Verständnis des Gesamtbildes beitragen sollten, da Sie meiner Meinung nach keine Ahnung davon haben (alles im AZ-Archiv nachzulesen): - Fakt ist, dass die BS zum Zweck der Aufklärung einen Untersu-chungsausschuss ins Leben gerufen hat, dessen Bericht leider nie ver-öffentlicht wurde. Warum? - Fakt ist, dass sich einige Entsender und Gasteltern wegen Unzufriedenheit mit der BS von dieser distanziert haben. Das gilt auch für einige BS-Mitarbeiter, z.B. Frau Klasmeyer, Frau Maree und Frau Brettschneider. - Fakt ist, dass das Jugend-schöffengericht Stadthagen einen Buschschüler wegen Vergewaltigung verurteilt hat (AZ vom 18.7.2003). - Fakt ist, dass die BS Fehler eingeräumt hat - daraufhin wurde die Struktur geändert und Frau Pillmannova als Geschäftsführerin eingesetzt (AZ vom 12.8.2003). - Fakt ist, dass das Institut für Erlebnispädagogik e.V. (an der Uni Lüneburg) die BS aus fachlicher Sicht/Einschätzung kritisiert hat (nachzulesen in der “Zeitschrift für Erlebnispädagogik”, Heft 5/6 2004, ISSN 0933-565X). - Fakt ist, dass die BS gegen die AZ eine Klage auf Zahlung von N$ 750000 Schmerzensgeld (wegen Rufschä-digung) eingereicht, diese aber vor Prozessbeginn wieder zurückgezogen hat. Warum? - Fakt ist, dass die BS mit der Einweisung einer Jugendlichen (in der AZ haben wir sie “Ramona” genannt) in die Windhoeker Psychiatrie (1999/2000, Verbleib dort ca. 10 Monate) gegen Gesetze verstoßen hat (kein Gerichtsbeschluss in Deutschland oder Namibia; Einweisung als Staats-patientin anstatt als Privatpatientin bei weiterem Bezug der Betreuungsgelder aus Deutschland). Nach Bekanntwerden dieser Verstöße hat die BS dann die Betreuungs-/Behand-lungskosten bezahlt. - Fakt ist, dass die Staatsanwaltschaft in allen Verfehlungen keine straf-rechtliche Relevanz finden konnte und die Ermittlungen deshalb eingestellt hat (AZ vom 11.11.2005). Vielleicht beflügeln diese Denkanstöße Ihre Recherche. Immerhin versuchen Sie, nun Anschluss an das Thema zu bekommen: mit einem Seite-1-Aufmacher über einen gut 1,5 Jahre alten Fakt sowie mit bezahlten Leserbriefen von (Ex-)Mitarbeitern der BS. Ein gut gemeinter Rat: Drucken Sie nicht jeden Blödsinn ab, auch wenn es sich um Leserbriefe handelt und diese bezahlt werden. Übrigens: Die AZ hat bereits am 1.6.2007 über das Scheitern von OTC bzw. dem Projekt von Gabi Behrens berichtet. Aber wahrscheinlich haben Sie das auch verpasst - oder ignoriert. Ich wünsche Ihnen und der Buschschule jedenfalls weiterhin viel Erfolg mit diesem Thema. Und ob der dümmlichen sowie falschen Bemerkungen über die AZ und mich in diesem Zusammenhang will ich Ihnen nur sagen, dass dies für Ihre Ober-flächlichkeit, Unprofessionalität und geistige Armut spricht. Die PLUS und Sie sind eine Schande für diesen Berufsstand bzw. für die Medienlandschaft in Namibia! Herzliche Grüße, Stefan Fischer |
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