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Saturday 6th of October 2007 Der Swapo-Kongreß steht vor der Tür. Noch vor Weihnachten wird es klare politische Verhältnisse geben. Und während wir uns auf den verdienten Urlaub am Ende des Jahres vorbereiten, lohnt sich das Nachdenken über den Bart. Mit Bart ist man ein Mann. Welcher Mann (außewr Verliebte und jene, die noch nichts zu rasieren haben) rasiert sich schon gern? Das Rasieren gehört zu den Opfern, die man der Gesellschaft bringt. Aber Bärte sind romantisch! Ein Überbleibsel der wilden Wanderer- und Seefahrerromantik. Und manchmal ist der Bart ein billiger Protest gegen die Zivilisation:„Was gibt es bei Dir Neues? Was machst Du?“ - „Nichts, ich lasse meinen Bart wachsen“. Eine klare Aussage; wenn schon nicht die Zinsen wachsen... Der Bart gehört aber auch zur Vaterfigur. Er verleiht (landes)väterliche Weisheit. Ehrwürdige Bürger tragen Bart, manchmal richtige Kunst-werke. Keinen Milchbart. Die alten Philosophen kann man sich ohne Bart kaum vorstellen. Vielleicht verachteten sie ihre Körper und wollten mit der Pflege keine unnötige Zeit verlieren. Oder sie wollten mit dem Bart spielen, in Gedanken verloren... Löckchen um den Zeigefinger wickeln... Natürlich haben auch bartlose Männer die Gelegenheit, Locken um ihre Finger zu wickeln. Gut für sie, wenn sie langhaarige Freundinnen oder Ehefrauen haben. Aber es ist wissenschaftlich erwie-sen, daß man bei dieser Beschäftigung verhältnismäßig wenig philo-sophiert. Eine ganz besondere Rolle spielte der Bart in der Entwicklung des Marxismus. Marx und Engels hatten mehr Gesichtshaare als Stalin, der nur mit einer Hälfte seines Schnurrbarts zu winken brauchte, um grausame Theorie zu verwirklichen. Bei Breschnew zog der Schnurr-bart um - genauer: über die Augen....Er hatte für die Theorien von Marx wohl nur ein Zucken mit den Augenbrauen übrig. Zurück zum Swapo-Kongress: Es gibt Männer, die keine Lust haben, also zur Über-raschung aller, alte Bärte abschneiden - um für neue Platz zu schaffen.. Sie protestierten ihr Leben lang. Waren Revoluzzer und Autorität in einem. Und werden nun anerkannte Philosophen ihrer Partei. back |
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