Meine Erfahrung mit den “Schnorrern”

Saturday 6th of October 2007
Susanne Jaspert,
Hallo,
Ich bin Susanne Jaspert, Immobilien-maklerin in Windhoek, seit mehr als 10 Jahren.
Die Schnorrer (Plus v. 28.9.2007, S. 7, Leserbrief) koennen nur Herr und Frau G. sein.
Mit den beiden bin ich einmal einen halben Tag herumgefahren, weil sie Häuser und Pensionen in Windhoek
ansehen wollten (zum Kauf).
Ich musste sie in Olympia abholen und nachdem ich etliche Objekte vorge-zeigt hatte, in der Stadt, in der Nähe der Deutschen Botschaft, wieder abladen.
Der Mann spricht perfekt französisch und das Ehepaar wollte mit seinen angeblichen Kontakten zur deutschen und französischen Botschaft einen guten Eindruck bei mir hinterlassen. Angeblich wollten die beiden fran-zösichen Käse nach Namibia impor-tieren und deshalb einen Freund bei der französischen Botschaft aufsuchen, und ich sollte auch gleich mitkommen, damit ich mich an dem Projekt be-teiligen kann (…) Ich hatte aber keine Zeit und außerdem kam mir das komisch vor.
Bei einer der beiden besichtigten Pensionen wollte der Mann gleich den Inhalt der Bar ausprobieren, was ich irgendwie ein bißchen unseriös fand.
Nach einer Weile bekommt man in meinem Beruf ein gewisses Gefühl für Menschen, und irgendwie haben die beiden mich irritiert. Aber man muss ja trotzdem höflich bleiben, es könnte sich ja um ernsthafte Käufer handeln.
Am nächsten Tag sollten die Haus-besichtigungen fortgesetzt werden und die beiden haben sich erst einmal bei mir zum Kaffee eingeladen aber ich sollte sie vorher in Olympia abholen. Irgendwie kam mir die Sache merk-würdig vor und ich habe ein paar Be-kannte angerufen um herauszufinden, ob jemand das Paar kennt.
Es hat auch gar nicht lange gedauert, da habe ich jemanden gefunden, der kein gutes Haar an den beiden liess. Laut dieser Person wollten sich die beiden nur bei mir einnisten. Dort haben sie anscheinend 2 Monate gewohnt ohne einen Cent zu bezahlen.
Da ich ein friedliebender Mensch bin habe ich den Termin am nächsten Tag abgesagt, unter dem Vorwand ich hätte den Maler im Haus (das war auch tatsächlich so). Da sagte der Mann zu mir am Telefon, es mache ihm nichts aus, wenn der Maler bei mir ist, er trinke trotzdem gern einen Kaffee bei uns. Ich sagte dann einfach, dass es aber mir etwas ausmacht. Da war er beleidigt, aber das war mir dann auch egal. Ich wollte das Ehepaar jedenfalls nicht bei mir im Haus haben und der Schaden hat sich auf ein paar verlorene Stunden, Tele-fongespräche und Autofahrten beschränkt. Aber trotzdem habe ich mich darüber geärgert.
Inzwischen habe ich noch von anderen Bekannten gehört, dass das Ehepaar dort auch immer zum Schnorren und Weintrinken kam, aber diese Freunde von uns fanden das lustig und haben sich amüsiert.

back
 

Plus online by Plus Weekly
Publisher: Feddersen Publications cc.
email : info@namibiaplus.com
Tel: +264 (0)61 233635
Fax: +264 (0)61 230478
P.O.Box 21506
Windhoek
Namibia