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49. Otjiwarongo Karneval - und Pluspunkte Friday 18th of July 2003 Dieser Büttenabend hatte es in sich! Man darf auf den 50. Karneval in Otjiwarongo gespannt sein. Immerhin haben sich die Osterburger dazu angemeldet. Die Mischung stimmte. Bestens vorbereitet von Komitee und Elferrat, bietet der Büttenabend ein buntes Programm von hohem Niveau. Schon der Auftritt des Prinzenpaares Deliah I. die Granitgräfin (Hillen) und Edgar I. der General vom Plot (Dedig) war bestens gelungen. Eine geschlifene Rede. Es folgten die beiden Funkenmariechen (Funken-Duo Michaela Hoth und Viola Göthje), die herzerfrischend auftrumpften. Die eigene Choreografie war irgendwo im Busch bei Kamanjab entstanden, könnte aber auch auf einer Kölner Bühne durchaus jeden Test bestehen!... Und von nun an forderte die Narrhalla bei jedem Auftritt eine Zugabe! Zunächst bei Protokollchef „Tuba" Wilckens. Wer kennt ihn nicht? Seit Jahrzehnten dabei - und kein bißchen müde!! Bravo. Nach dem gelungenen Gardetanz der Pitzimäuse berichtete Knastologe Jens Adam über die Folgen einer Verwechslung. Souverän, Anspruchsvoll. Gekonnt. Man spürte, daß hier ein zukünftiger Chef des Protokolls heranwächst, obwohl er noch viel Zeit hat; denn in Otjiwarongo bleiben alle sehr lange jung. Die einfallsreiche Gruppe der PomPom Girls erntete viel Beifall, bevor der Steinzeitmensch Kai Hillen seine Feuertaufe in der Bütt einwandfrei bestand. Allerdings kam der Inhalt seiner Rede manchen Narren bekannt vor. Zum Abschluß des ersten Teils brachte das Trouble Trio musikalische Parodien, wie man sie sich in dieser Form auf anderen Veranstaltungen (Windhoek, Tsumeb) nur wünschen kann. Mit den Texten lagen Manfred Mai, Timm Wagener und Theo Brockmann goldrichtig. Ob unterwegs ins Altersheim („Da wird sich der Herr Balzar freun") oder voller Sehnsucht nach Deutsch-Südwest... man sang „den Narren aus dem Herzen". Seit einigen Jahren ist das beliebte Rededuell von Vonni van Lill und Siegi Mall Bestandteil des Büttenabends. Sie werden immer besser. Und schärfer. Sagt Siegi: „Und wenn ich zwei Zentimeter mehr hätte, wäre ich ein König". Kontert Vonni: „Und wenn Du nur winzige zwei Zentimeter weniger hättest, wärst du eine Königin". Die Narren verlangten - wie gesagt - eine Zugabe nach der anderen. Auch so beim Männertanz von Oom Kalamari (Gruppe um Udo Flechsig), deren Kostüme allein schon zu Lachtränen rührten. Selbst der Hobbykoch Hans Feddersen gab nach seinem Lieblingsrezept (Truthahn mit Whisky) noch eine Zugabe (Was liegt unterm Busch und stöhnt?... Frau Busch). Zu diesem Zeiptpunkt störte es niemanden, daß sich das Programm zeitlich verzögerte. Und als schließlich die „Glatzköppe" Doc und Siegi wahre Ohrwürmer zum Besten gaben, brodelte der Saal. (Übrigens sang die WIKA-Abordnung noch am Samstagabend - nach dem Kehraus - beim Essen im C‘est si Bon aus voller Kehle „Hage, Hage, Deine Welt liegt in Scherben..." Während des Grand Finales überreichte Doc Tietz im Beisein von „fünfeinhalb auswärtigen Prinzenpaaren" wieder einen Sonderorden an einen auswärtigen Gast: Holger Mentzel vom WIKA wurde so zum Ehrensenator des Otjiwarongo Karnevals. Der Straßenumzug und der Kehraus am Samstag ließen nichts zu wünschen übrig. Hoffentlich bekommt auch der Umzug wieder seinen festen Platz im Programm! Wie soll es weitergehen? Um Nachwuchs braucht man sich in Otjiwarongo keine Sorgen zu machen. Ob im Elferrat oder in der Bütt, Talent gibt es fürwahr genug. Da sind doch noch Marlon und Gero (müssen die eigentlich etwas vorbereiten? Die machen‘s doch mit links)... Und notfalls kann man immer noch auf die erfahrenen Kräfte (Timm, Manfred) zurück greifen.
Nach dem Otjiwarongo Karneval gibt es in dieser Woche gleich mehrere PLUS-Punkte:Für Ilona Tietz, die ihrem „Doc" vorbildlich zur Seite steht und hinter den Kulissen Enormes leistet. Für Henning Hälbich - er weiß schon... Für den Bardienst (Privatschule), denn es gab eine riesengroße Auswahl an Schnapps UND die Preise waren ausgesprochen günstig. Für das freundliche Pesonal von C‘est si Bon, das am Samstagabend eine laute, feucht-fröhliche WIKA-Runde duldete - und sich von ihr mit einem Lächeln verabschiedete. Für das Durchhaltevermögen der WIKA-Abordnung - allen voran Holger, Günter und Chris. Für die Funkenmariechen Michaela Hoth und Viola Göthje; SEHR GUT! Für Marlon und Gero, zwei tolle Witzbolde. Für den einfallsreichen Wagen der Schlosserei Brockmann (u.a. 7 x sieben = ganz feine Sand - und : Bestellen Sie sich Ihren eigenen Eiffelturm). Für das stimmungsvolle Kurzprogramm beim Kehraus. Für die alten, erfahrenen Füchse wie Manfred (und das Trouble Trio), Gardemutti Lotti Rabe, Tuba Wil-ckens ebenso wie für die Pitzimäuse. Für die „Retter" von St Pauli (wer es nicht weiß: St Pauli war seinerzeit sogar Weltpokalsiegerbesieger). Für Vereine (wie Otjiwarongo, Tsu-meb), die auch verdienstvolle Narren aus anderen Orten ehren. Für Ingolf und Karla, die ihre Sache als Zwei-"Mann"-Band gut machten. Sie werden in Zukunft auch noch viel karnevalistische Erfahrung sammeln! |
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