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Presse-Echo aus der Kolonialzeit Wednesday 9th of July 2008 Wie schon vor kurzem in dieser Rubik angesprochen, war es gewissen Kreisen im deutschen Kaiserreich ein großes Anliegen, Frauen zum Umzug vom Mutterland ins Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika zu gewinnen und somit dem hier siedelnden deutschen Farmer die Möglichkeit zur seinerzeit als standesgemäß angese-henen Heirat zu eröffnen. In diesem Sinne berichtete die Presse immer wieder von derartigen Umsiedlungen, so auch die Lorcher Zeitung vom 12. Juni 1908 in dem unter der Rubrik „Verschiedenes“ erschienenen Artikel „Auswanderde Frauen“: back „Wie der Jahresbericht der Deutschen Kolonialge-sellschaft mitteilt, hat sich im Jahre 1907 die Zahl der weiblichen Personen vermehrt, die zur Übersiedlung nach Deutsch-Südwestafrika auf ihren Antrag von der Deutschen Kolonialgesellschaft eine Unterstützung erhalten haben. Es waren 165 gegen 108 im Vorjahre und 56 im Jahre 1905. Sie erhielten freie Überfahrt in der dritten Schiffsklasse von Hamburg nach Swakop-mund oder Lüderitzbucht, oder auch einen Zuschuß zu den Reisekosten in der zweiten Klasse. Teils waren es Angehörige (Ehefrauen und Kinder, Schwestern, Nich-ten), teils Bräute von im Schutzgebiet ansässigen Perso-nen, teils Dienstmädchen, die bei einer im Schutzgebiet wohnenden Familie in Dienst treten wollten. Im ganzen sind seitens der Deutschen Kolonialgesellschaft bis zum Ende des Jahres 1907 über 500 Personen mit der vorerwähnten Unterstützung nach Südwestafrika übergesiedelt worden.“ |
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