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Wednesday 23rd of July 2008 Das Reiterdenkmal an der Robert Mugabe Avenue... Seine Tage sind gezählt. Angesichts dieser Tatsache schweigen wir. Politisch korrekt? Aber auch wenn man darüber anscheinend nicht mehr diskutieren kann, sei die Frage erlaubt: Wo bleiben die grundsätzlichen Erklärungen des Denkmalsrates? Der müßte sich doch übergangen fühlen! Und was sagt der Deutsche Kultur-rat dazu? Ist der Reiter nicht AUCH Symbol des Deutschen in SWA und dann Namibia? Dann aber sollte man nicht schweigen. Schließlich geht es nicht an, daß sich ein (demokratisches) Kabinett parteipolitisch über öffentliche Meinung hinwegsetzen kann! Es gibt doch ein (Denkmals-)Gesetz das den Umgang mit Denkmälern beschreibt. Auch das Kabinett steht nicht über diesem Gesetz! Und seit wann kann ein politisches Gremium überhaupt Beschlüsse über kulturelle oder trtaditionelle (historische) Denkmäler fassen, ohne die Meinung der Betroffenen einzuholen? WIE kam es überhaupt zu dem Beschluß, daß der Reiter verschoben wird? Wer wurde überhaupt gefragt? Wessen Meinung hat man eigentlich eingeholt - und wie lautete diese Meinung? Wenn tatsächlich wichtige Gremien befragt wurden (was NICHT der Fall ist), dann möchte die Öffentlichkeit bestimmt wissen, was diese Gremien dazu sagen. Gut, es hilft wohl nicht, die deutsche Botschaft einzuschalten, aber wie wäre es mit jenen, die so gern die deutsche Kultur in Namibia vertreten? Ist diese deutsche Kultur lebendig oder längst einen stillen Tod gestorben? Nicht mehr wert, daß sie vertreten wird, „wenn es mal drauf ankommt“? Die öffentliche Debatte ist bisher die Meinung einiger, sehr weniger Individuen geblieben. Zumeist reagierten Briefschreiber aus dem Ausland. Was sagen die Namibier? Es gibt doch so viel zu sagen. Könnte das neue Unabhängigkeitsdenkmal nicht zum Beispiel nach Katutura verschoben werden? Da ist es der Masse unserer Bevölkerung eher zugäng-lich als z.B. das Museum in der Alten Feste (oder je-nes in Okahandja, mit dem man vermutlich militärische Selbstbeweihräucherung im Sinne hatte - und zu dem niemand kommt!). Hans-Erik Staby hat ganz richtig gesagt, daß die Regierung eine Fehlentscheidung traf, denn das neue Museum wird auf dem falschen Platz aufgestellt. Das Institut der Architekten schrieb immer-hin einen Brief an den Staatssekretär im Präsidentenbüro und erklärte, daß der Sinn neuer Museen solchen Gegenden zugute kommen sollte, die bisher vernach-lässigt wurden: Warum sollte man nicht versuchen, mit solch einem neuen Museum den Tourismus in Katutura ankurbeln? Eine verpaßte Gelegenheit? Jedenfalls scheint es viel zu wenig Widerstand gegen den auto-kratischen Kabinettsbeschluß zu geben. Wir schweigen. Warum eigentlich? In dieser Situation sollte der Deut-sche Kulturrat eine leitende Rolle übernehmen - und wenigstens sagen, wo es lang geht! Jammerschade. Er könnte sich profilieren... Aber zum Aufwachen ist es noch nicht zu spät! back |
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