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Friday 25th of July 2003 Die Welt hat viele Probleme: Werden an Aids in den nächsten zehn Jahren tatsächlich 25% der Afrika-Bevölkerung sterben? Wird Aids bereits als „biologische Wffe" in afrikanischen Bürgerkriegen eingesetzt - und was bedeutet das für Amerikas Kampf gegen die Achse des Terrors? Wann erhebt sich die Politik Europas wieder auf ein annehmbares Niveau (weg vom Pizza-Krieg und dem Haus-Urlaub eines eingeschnappten Gerhard Schrüder in Hannover)? Wird Europa eine gute, moderne Verfassung bekommen, die dann auch das starre Konzept des deutschen Grundgesetzes ablöst? Wie kann Bush Sympathien unter Schwarzamerikanern gewinnen, denn die wählen ihn ja nicht! Wird Namibia s größtes Problem die Landfrage sein - oder doch die Wasser-frage? Fragen über Fragen. Und wie steht es um unsere junge Demokratie? Spielt die Ethnizität weiterhin eine Rolle? Etwa in politischen Konzepten? Und warum sind Parteiführer uns eher bekannt als ihre politischen Programme? Jeder weiß, wer Nujoma oder Ulenga oder Kaura sind - aber was wollen sie? Problematisch ist auch die Tatsache, daß 46 Prozent der Wähler den Wahlen 1999 fernblieben. Damit bilden jene Menschen, die aus irgendwel-chen Gründen nicht an der Wahl teilnahmen,den größten politischen Block. In zukünftigen Wahlen wird man sich diese Stimmen holen wollen. Zumindest scheint dies eine plausible Strategie zu sein. Erinnern wir uns an die Anfänge unserer Demokratie: Von den damals rund 50 politischen Parteien haben heute nur noch wenige Vertretungen im Parlament. Angesichts der Bemühungen um Macht könnte man davon ausgehen, daß Persönlichkeiten immer weniger wichtig würden und Koalitionen auf der Tagesordnung stehen müßten. Damit könnte man vielleicht sogar mehr Wähler an die Urnen locken... Doch weit gefehlt. 1999 nahm die CoD nicht etwa der regierenden Partei, sondern der Opposition Stimmen ab. Und die war doch schon relativ klein! Nun wird Henk Mudge RP-Chef und Piet Boltman (immerhin DTA-Gouverneur in Hardap) verläßt die RP. Unterschiedliche Auffassungen, was im Pokerspiel um politische Macht der richtige Weg wäre, führten zu diesem Bruch. Mudge junior möchte die „ehemals bevorteilten Weißen" wieder an die Wahlurne ziehen (das Konzept DTA reicht ihm dazu nicht mehr aus). Boltman vertritt eher diejenigen, die an größere Blöcke glauben. Denn mit einer Aufsplitterung der Parteienlandschaft ist niemandem gedient. - Kritische Stimmen der (jugendlichen) Swapo-Mitglieder machen Hoffnung: Am starren Konzept der ehemaligen Buschkämpfer wird partei-intern gefeilt. Das ist für Namibias Zukunft wichtiger als der Streit gewisser Persönlichkeiten! Sind Sie als Wähler erfaßt? Nutzen Sie Ihr demokratisches Recht! |
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