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Thursday 31st of July 2003 Samstag früh... da war doch noch etwas? Ach ja; Versteigerung im Brauhaus. Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Denn so eine Riesenversteigerung gleicht jedes Mal einem Flohzirkus: Da gibt es alles - und wenn man Glück hat, kann man seine Träume kostengünstig verwirklichen. Glück? Es gibt Beispiele dafür. So erzählt mir Fritz gleich am Eingang, daß er den Geldschrank gekauft hat (für N$ 700). Der Schlüssel fehlt, aber Fritz ist Optimist: „Wenn wir den Safe aufbrennen, kommt vielleicht viel Geld zu Vorschein." Ich gönne ihm dieses Glück. Fritz hat übrigens kurz darauf Topfpflanzen richtig günstig erstanden. So sind sie, die Zwangs-Versteigerungen. Hier finden sich neben armen Leuten, die offensichtlich ein Restaurant eröffnen wollen und deshalb Gläser und Aschenbecher ersteigern, auch Rechtsanwälte ein. Denn es können Billard-Tische und Gartenmöbel ersteigert werden. Kücki hat u.a. Strohhalme ergattert. Tausende - zu einem Spottpreis! Die Küchengeräte aus Blech werden von einem Chinesen gekauft. Bis der Weihnachtsschmuck an der Reihe ist, werde ich wohl nicht warten. Die alten Tische und Stühle interessieren mich nicht. Die Geweihe aus der ehemaligen Jägerstube finden einen begeisterten Abnehmer, der statt ursprünglich gebotener N$ 600 plötzlich über N$ 1400 hinblättern muß. Dann gibt es natürlich eine Musikanlage, einige Fernsehapparate - und ein Faxgerät. Letzteres ist so alt, daß ich dann doch schnell verzichte - erste Generation Panasonic. Es wechselt für N$ 300 in die Hände eines stolzen Besitzers, dem ich es sogar gönne. Vielleicht hält der Ramsch ja noch zwei, drei Monate?! Nun richte sich meine Aufmerksamkeit auf die Dosen mit kühlen Getränken - und Bier und Wein. Es scheint, daß viele nur deswegen gekommen sind. So darf es niemanden wundern, wenn die Preise in die Höhe getrieben werden. Zuletzt ist der Preis für Alkohol nicht günstiger als im Geschäft. Aber die Versteigerung ist ein Erfolg. Ob Fritz in seinem Tresor das große Geld gefunden hat, weiß ich noch nicht. Aber der SKW konnte dank Martin sehr, sehr günstig die Vorrichtung zum ochsenbraten erstehen. Während es dort nun wohl öfter mal Ochsen am Spieß geben wird, konnte mir niemand sagen, was aus dem Brauhaus werden wird. |
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