Simbabwes Farmer "haben genug"

Friday 8th of August 2003
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Nur ein Ende des politischen Durcheinanders und die Rückkehr zudemokratischen Regierungsformen kann die Landwirtschaft in Simbabwe retten. Das erklärte Doug Taylor-Freeme, CFU-Vizepräsident, angesichts der Tatsache, daß die Produktion auf etwa 50% des normalen Ertrags gefallen ist. Der Hauptgrund sei die "fehlgeleitete Bodenreform" unter Robert Mugabe.

Taylor-Freeme wies vor dem Jahreskongreß der CFU auf zunehmende Nahrungsmittel-Knappheit bei gleichzeitigem Devisenmangel hin: „Die gesamte Wirtschaft ist destabilisiert." Hinzu kommt, daß das juristische Umfeld kaum bestehe: „Die Rechte aller Menschen müssen respektiert werden".

Die CFU hat viele ihrer 4500 weißen Mitglieder verloren; sie bildeten eine Splittergruppe, die juristisch gegen die Landreform vorgehen will. Nur etwa 25 % der Farmer blieben auf ihrem Besitz, seit Mugabe „gewalttätige Reformen" duldete.

Alle Farmer (schwarz und weiß) klagen über einen Mangel an Produktionsmitteln, Hyper-Inflation (amtlich 365 Prozent!) und Bankzinsen von durchschnittlich 80 % im Jahr. Taylor-Freeme: „Die Inflation stellt eine viel größere Gefahr dar als die Politik".

Allerdings forderte er eine schnelle Lösung der politischen Probleme: „Politiker aller Richtungen haben die Situation der Farmer zu ihren Gunsten ausgenutzt. Jetzt müssen wir sagen: Es reicht! Löst endlich die wirklichen Probleme!" Jeder sei unglücklich wegen der derzeitigen Situation, die von Politikern verursacht wurde.

„Die Politiker müssen eine Lösung finden, sonst gibt es bald kein Land mehr, das sie regieren können", sagte der CFU-Vize vor etwa 200 Kongreßteilnehmern.

Nur wenn die jetzige „Politik der Zerstörung" zu einer rationalen Pragmatik umgewandelt werde, die durch internationale Hilfe unterstützt wird, könne es eine notwendige Umkehr geben. In Simbabwe (11,6 Mio. Einwohner) besitzen 4500 weiße Farmer 70 % des „fruchtbaren Bodens".

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