Neues Leben für Elisabethbucht

Friday 15th of August 2003
Brigitte Weidlich

Mit einer Investition von N$ 378,5 Millionen hat Namdeb dem Abbau von Diamanten in der Elisabethbucht 30 Kilometer südlich von Lüderitzbucht eine neue Lebensdauer von mindestens zehn Jahren geschenkt. Ein neues Verfahren, das es möglich macht, auch harte, lehmige Sandschichten zu zerkleinern um Diamanten zu gewinnen, wird angewendet. Diese moderne Anlage ist derzeit im Bau und ist erst die zweite weltweit. Am Mittwoch legte Bergbau und Energieminister Dr. Nickey Iyambo den Grundstein zu der Anlage, nachdem er zuvor die regionalen Büros des Ministeriums in Lüderitzbucht eingeweiht hatte. Extra aus Johannesburg eingeflogen waren Nicky Oppenheimer, Vorsitzender der De Beers Gruppe und Gary Ralfe, Geschäftsführer von De Beers.

Oppenheimer sagte, daß er froh sei, daß fast 100 Jahre nachdem bei Elisabethbucht der erste Diamant 1908 gefunden wurde, der Diamantenabbau weitergehe, fast 200 Arbeitsplätze erhalte und zur Wirtschaft des Landes beitrage. Die Investitionen von N$ 200 Millionen Anfang 1990 und die weiteren Kapitalausgaben von fast N$ 400 würden sich lohnen.

Bergbauminister Iyambo sagte, daß De Beers/Namdeb etwa N$ 2.5 Millionen pro Monat an Gehältern für die Arbeitnehmer in Elisabetbucht auszahle, was ein direkte Bargeldinjektion in die lokale Wirtschaft bedeute. ,,Die Unkosten von fast 400 Millionen Dollar werden zur Hälfte von Namdeb und der Regierung getragen, die ja 50 Prozent Anteil in Namdeb besitzt", erklärte Iyambo.

Er appellierte an die Arbeiter, sich nicht dazu verleiten zu lassen, illegalen Diamantenhandel zu treiben.

Die Bauarbeiten der neuen Bergbauanlage sollen bis Anfang 2004 beendet sein und werden von der Firma Bateman ausgeführt.

In Lüderitzbucht selbst erklärt Diamantenkommissar Kennedy Hamautenya den Journalisten, daß derzeit fünf Diamanteninspektoren in der kleinen Hafenstadt ihren Dienst verrrichteten. Sie müssten zu Land und zu Wasser ihre Inspektionen vornehmen, ebenso die Schürfrechte der verschiedensten Diamantenfirmen prüfen. "Wir haben leider zuwenig Transportmöglichkeiten, um überraschende Stippvisiten zu machen. Wir müssen oft genug die Patrouillenboote und den Helikopter des Fischereiministeriums oder gar den von Namdeb ausleihen", sagte Hamutenya. Angeblich würden viele illegale Diamantenschürfer in das Sperrgebiet und andere Küstenstreifen im Süden eindringen, wies der Diamantenkommissar hin.

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