Swapo-Archiv mit deutscher Hilfe

Saturday 23rd of August 2003
Brigitte Weidlich
Der sozialistische Geist unter den Genossen war richtig zu spüren, als die herrschende  Swapo Partei sich am Montag zu einer Konferenz zur Bewahrung ihrer Parteigeschichte im Hause der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in der John-Meinert-Strasse versammelte. Da kommen die bereitgestellten Mittel der ehemaligen deutschen Kolonialherren gerade recht. Wie Aussenminister Hidipo Hamutenya, der dem Geschichtskommittee seiner Partei vorsteht, erklärte, werde nun der Beschluss des vorigen Parteitages in die Tat umgesetzt. Ein Ausschuss habe Parteimitglieder in die ANC-Archive nach Südafrika und der SPD in Deutschland geschickt, um zu erfahren, wie Parteiarchive funktionieren. Das Archiv der Swapo werde wohl in Erospark eingerichtet werden und soll für die Oeffentlichkeit zugänglich sein. Hamutenya bemerkte, daß die Geschichte der Swapo auf 1960 zurückgehe und eng mit der Landesgschichte Namibias verknüpft sei. Die Konferenz ging am Donnerstagzu Ende. Mit dabei waren der ehemalige SED-Genosse, Dr Georg Schleicher (Bildmitte), der 1989 einige Monate ,,DDR"-Botschafter in Windhoek war. Er hat jetzt einen Posten and der Uni Hannover. Rechts sitzt Per Sanden aus Schweden, der als technischer Experte der Swapo für die Einrichtung des Archivs zur Verfügung steht. Links im Bild sitzt Verteidigungsminister Erkki Nghimtina. Ob in dem Archiv auch Dokumente über die Gefangenschaft von Swapomitgliedern in den unterirdischen Kerkern von Lubango Platz haben, konnte nicht ermittelt werden.     Foto: Brigitte Weidlich 

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