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Saturday 29th of November 2003 Zuerst ging es um die Weltbank. Namibia wollte so gern sein gesamtes Erziehungswesen revolutionär verbessern. Denn obwohl etwa 20 Prozent (oder sogar mehr) unseres Haushalts für das Erziehungswesen ausgegeben werden: Man "sieht" keine Erfolge. Ist die Erziehung etwa ein großes Faß ohne Boden geworden? Oder kommen wir einfach nicht dagegen an, daß 80 Prozent der "Erziehungsausgaben" für Gehälter und ähnliches ausgegeben werden? Wie dem auch sei: Plötzlich flirtete Namibias Regierung mit der Weltbank. Das Kabinett ließ durchblicken, daß es über ein Darlehen von der Weltbank nachdenkt. Und dabei hatte Staatschef Nujoma in der Vergangenheit mehrfach gewettert, Weltbank und Internationaler Währungsfonds seien Agenten des Imperialismus. Vermutlich, weil sie ihre Darlehen mit einer Auflage, bzw. Bedingung an Entwicklungsländer behaften: Die Empfänger werden nämlich zu wirtschaftlichem Wandel (mit bitteren Folgen für Politiker, die liebend gern mit Großprojekten protzen) aufgefordert. - Dieser ersten Andeutung eines Gesinnungswandels folgte die weit interessantere Einladung unseres Premierministers Theo-Ben an ausländische Diplomaten, zu ihm ins Büro zu kommen. Dort wurden sie über die Notlage (genannt Dürre) informiert. Und dann - forderte Theo-Ben die internationale Gemeinschaft auf, im kommenden Jahr N$ 127,5 Millionen zur Dürrehilfe beizutragen. - Nach dem Schema: Bald nun ist Weihnachts-zeit... Denn es gibt anscheinend 642 539 Hungernde in Namibia. Da könnte die Regierung doch viele Sympathien gewinnen, wenn... Und vielleicht könnte man die Dürrehilfe ja auch politisch anwenden? Aber: Pfui, so etwas denkt man doch nicht1 - Dann aber bleibt immer noch die Frage, wie sich zum Beispiel der Staatspalast finanziert. Über die Unsummen und ihre Höhe ist ja schon viel gerätselt worden. Sicher ist nur, daß man die Dürrehilfe durchaus bezahlen könnte, wenn der Palast auf einigen Luxus verzichten würde. So sicher, wie es in jedem Jahr Weihnachten gibt. Und in dieser Jahreszeit fallen zwei Aspekte auf: Es ist so heiß, daß manch einer in Fieber-phantasie verfällt. Andere hoffen auf reichliche Geschenke vom Weihnachtsmann. Erst recht, wenn er zu den bösen Agenten des Imperialismus gehört! |
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