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Saturday 29th of November 2003 Die Strom- und Energieversorgung in Afrika könnte mittels Wind- und Solarenergie viel schneller vorangetrieben werden als mit herkömmlichen Energiequellen. Darin waren sich die etwa 350 Delegierten der ersten in Afrika stattfindenden Konferenz über Windenergie einig. Die Industrienationen sollten Investitionen in erneuerbare Energien vorantreiben und Entwicklungsländer mit Know how und Ausbildung von lokalen Technikern helfen. Bei 14 000 Megawatt Strom in Deutschland, der von Windturbinen kommt, seien 130 000 Arbeitsstellen geschaffen worden, wurde berichtet. Dr Hermann Scheer, MdB, Autor, Träger des Alternativen Nobelpreises und unermüdlicher Vorkämpfer für Wind-und Solarenergie, wurde als Gastredner auch sehr deutlich: ,,Die meisten Läder in Afrika geben mehr Geld aus für Treibstoffimporte für den Transportsektor als sie durch Exporte von Rohstoffen einnehmen. Fossile Energiequellen wie Kohle, Rohöl und Uran werden bald versiegen. Die Zukunft liegt in den sauberen und erneuerbaren Energien", sagte Scheer. ,,Eine Fläche von nur 2000 Quadratkilometern mit Solarmodulen würde ausreichen, um ganz Afrika mit Strom zu versorgen. Glauben Sie nicht Ihren konventionellen Energie-Experten’’, meinte der Bundestagsabgeordnete zu den afrikanischen Delegierten, darunter auch 12 aus Namibia, vom öffentlichen und dem Privatsektor. Windturbinen und Solarmodul-Felder könnten in viel kürzeren Zeiträumen errichtet werden als Stauseen für Kraftwerke und Stromnetze, so Scheer. Das Umdenken im Energiebereich sei dringend notwendig, weil die Welt an einem Scheideweg in Sachen Umwelt und der Sicherung von Energiequellen stünde. Afrika habe viel günstigere Wetterbedingungen für Solar- und Windkraft als Europa oder die USA, so Scheer. Der namibische Energie-und Bergbauminister Henock ya Kasita sagte vor den Delegierten, Namibia plane nach wie vor, ein Windkraftwerk bei Lüderitzbucht zu bauen. Seine südafrikanische Kollegin, Ministerin Phumzile Mlamba-Ngcuka kündigte an, ihre Regierung würde nächste Woche ein Weißbuch über erneuerbare Energien verabschieden. Der aus Deutschland eingewanderte Ingenieur Dr Hermann Oelsner ist der Hauptinitiator für einen 10 Megawatt Windpark in Darling, 70 km nördlich von Kapstadt, der 2004 gebaut werden soll. Ein Abkommen mit der Stadtverwaltung Kapstadt, die den grünen Strom aus Darling zu 37c pro Einheit abkauft, ist schon asugehandelt worden. ,,Eskom bot uns nur 11 Cent", sagte Oelsner zu PLUS. Nicht nur bei den Delegierten, zumeist aus der Fachwelt, sondern auch bei den Austellern war ein starker deutscher Kontingent vertreten. Abgesehen vom deutschen Botschafter in Südafrika und hochrangigen Botschaftsbeamten zur Eröffnung, waren bei der Ausstellung über erneuerbare Energien parallel zur Konferenz die bundesdeutschen Arbeits- und Umweltministerien vertreten. Sie warben schon für die Bonner Konferenz, die im Juni 2004 stattfindet. |
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