Seit 3 Jahren kein Fortschritt im District Six

Thursday 6th of March 2003
Michael Rockstroh

Bei der Einweihungsfeierlichkeit des neuen District Six Homecoming Centre in der Buitenkant Street 15 forderten viele der Anwesenden, dass die Stadt schneller agieren müsse, wenn es um die Anträge früherer Einwohner des alten District Six geht, die ihr Land zurück haben wollen. Noch nicht einmal der Müll sei aus dem Gebiet entfernt worden, damit jedem klar ersichtlich werde, dass es sich um Baugrundstücke handele. Schliesslich hätten sie bereits vor über drei Jahren vom Obergericht das Recht auf ihren früheren Besitz im District Six zugesprochen bekommen.

Der zuständige Stadtrat, Saleem Moozer, stimmte dem zu, wenn er auch zu bedenken gab, dass Aufräumungsarbeiten schon häufig stattgefunden hätten, opportunistische Einwohner jedoch in kurzer Zeit immer wieder das unbewohnte Gebiet dazu genutzt hätten, über Bauschutt und alten Autos bis zum normalen Hausmüll dort alles illegal zu deponieren. Etwa 1,4 Millionen Rand seien erforderlich, das Gebiet zu säubern und für Wasser- und Elektrizitätsanschlüsse zu sorgen. Moozer vertrat jedoch die Ansicht, dass dies nur ein kleiner Betrag sei, wo es doch schliesslich um Reparationszahlungen für Schäden gehe, die in Jahrzehnten angerichtet worden seien.

In dem sich über zwei Stockwerke erstreckenden Zentrum im Gebäude des District Six Museums sollen neben den Gebietsansprüchen ehemaliger Bewohner dieses Gebietes auch Anträge bearbeitet werden, bei denen es um Grundbesitz in Ndabeni, Protea Park und Constantia geht.

Moozer brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass der Wiederaufbau des District Six die Armen und insbesondere schwarze Familien näher an die Innenstadt bringen werde. Damit erhielten sie dann die Möglichkeit, von den vielen dort gebotenen Möglichkeiten zum Erwerb eines Lebensunterhaltes zu profitieren.

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