Moto Cross in Dortmund

Saturday 24th of January 2004
Bernd Kroemer

Kaum sind die verschlammten Reifen der Outdoor-Saison gesäubert, geht es bei den Hallenrennen weiter. Vor circa 20 Jahren fing dieser "Budenzauber" in Deutschland an, daraus entwickelte sich der ADAC SX-Cup unter verschiedenen Sponsorennamen, wobei jeweils der Endlauf in Dortmund zum absoluten Höhepunkt der Indoor-Saison mutierte.

Eine gigantomanische Licht und Lasershow, Feuerwerk sowie einige Freestyle-Asse bilden das Drumherum dieser Traditionsveranstaltung.

Unser Mitarbeiter Bernd Kroemer besucht seit 4 Jahren diese Großveranstaltung in Sachen Moto Cross und ist immer wieder begeistert von diesem Event. Dazu bietet sich die Möglichkeit mit verschiedenen Team-Chefs über einen Einsatz bei den namibischen "Inter-Series" zu verhandeln.

Als Favoriten fuhren der Australier Jay Marmont der Finne Marko Kovalainen sowie der Kanadier Doug Dehaan nach Dortmund. Doug hatte einen 6-Punkte Vorsprung der seiner Meinung nach ausreichen sollte, endlich die Trophäe nach Kanada zu entführen, nach-dem im Vorjahr der Vize-Titel heraussprang. Sein Team-Chef Klaus Meyer hatte aber mit den beiden Amerikanern Damien Plotts sowie Jason McCormick zwei weitere "heiße Eisen" im Feuer. Der in Namibia so beliebte Collin Dugmore wurde ein Opfer seines Uebereifers und crashte in seinem Finallauf. Das war unnötig, er war zu diesem Zeitpunkt bereits qualifiziert.

Beim Finale am Freitag wurden die Favoriten noch alle ihrer Rolle gerecht. Marmont gewann vor Casey Johnson, Kovalainen und Dehaan.

Am Samstag wurden die Karten neu gemischt, auf Fortuna war auch kein Verlaß als es in der Startkurve zu einem Massen-Crash kam von dem auch Kovalainen und Dehaan betroffen waren. Dehaan legte sich im weiteren Verlauf des Abends noch mit Swanepoel und dem Ungar Kornel Nemeth an, wobei er jeweils den Kürzeren zog. Die Sensation an diesem Abend war zweifelsohne der, auch in Namibia bestens bekannte Südafrikaner, Gareth Swanepoel (Kosak-KTM). Gareth belegte hinter den Johnson den 2. Gesamtplatz vor Plotts, Marmont und Kovalainen. Jetzt entwickelte sich der Amerikaner Johnson zum Favoriten für den Endlauf am Sonntag.

Am Sonntag Nachmittag ging es um Alles oder Nichts! Lange führte Marmont, während Johnson weit abgeschlagen als Dritter den Titel schon innerlich abgehakt hatte. Dann passierte das unerwartete, Plotts übersprang Marmont, jetzt wurde es hinter ihm wieder interessant. Dann stürzte Plotts zwei Kurven vor dem heißersehnten Ziel, dadurch mußte der Australier Marmont ebenfalls zu Boden und der lachende Dritte Johnson gewann Lauf und Titel. Daniel Siegl schaffte an diesem Tag ebenfalls das Finale und landete auf dem 9. Rang während Swanepoel noch Zwölfter wurde. Nach diesem spannenden Finale wurden die Fans (geschätzt circa 25.000) noch von den Freestylern Ailo Gaup, Busty Wolter, Mike Johns und Gary Taylor unterhalten.

Endstand der SX –Cup Hallenserie: 1. Casey Johnson (USA) 107 Punkte; 2. Jay Marmont (AUS), 92 Punkte; 3. Doug Dehaan (CDN) 68; 4. Marko Kovalainen (FIN) 66; 5. Stephane Demartis (F) 55; 6. Marko Dorsch (GER) 55; 7. Damien Plotts (USA) 52; 8. Gareth Swanepoel (RSA) 49; 9. Markus Mauser (A) 46; 10. Kornel Nemeth (H) 45

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