Makalani-Palme

Friday 20th of February 2004
Brigitte Weidlich

Die Makalanipalme (Hyphaene ventricosa, auch petersiana genannt) ist eine charakteristische Art des namibischen Nordens. Die ersten Palmen sichtet man wenige Kilometer nördlich von Grootfontein und ebenfalls in der Nähe des Grootberges im Damaraland. Am Kunene gibt es ganze Palmenhaine. Am Okavangofluß innerhalb Namibias sind sie eher eine Seltenheit, doch trifft man sie wieder am Okavangodelta in Botswana und unvermittelt auf den weiten Flächen der Nxai- und Makgadikgadipfannen bei Nata in Richtung Francistown. Besonders in Namibia werden die Palmenblätter zum Korbflechten benutzt, die Blattrippen als Zäune, die Makalanifrüchte bieten Nahrung für Mensch und Tier. Häufig schnitzen die Männer im Damaraland filigrane Landschaften auf die Fruchkerne, die gern von Touristen gekauft werden. Lokale Goldschmiede verarbeiten die geschnitzten Kerne in Silber- und Goldschmuck. Früher wurde vom weichen Fruchtfleisch der Palmenspitze, auch Palmenherz genannt, ein alkoholisches Getränk gebraut, was aber den Tod der Palme bedeutete. Die Frauen im ländlichen ovambosprechenden Norden Namibias haben in den letzten Jahren den wirtschaftlichen Nutzen der Palmen für die lukrative Korbflechterei immer mehr erkannt, was wiederum zum Schutz und Erhalt der Palmen beiträgt. Foto: Brigitte Weidlich

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