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Wer ist Sieger in Grootfontein? Friday 20th of February 2004 Wenn in einer namibischen Tageszeitung ein Kommentar zum Thema "Die Verschwörungen des Katuutire K." erscheint, entstehen unter der hiesigen Leserschaft Fragen. Zumal nicht etwa der Chef persönlich zur Verschwörung Stellung nimmt, sondern ein Journalist für Wirtschaft und Lokales, dessen Name vielen Namibiern nicht geläufig ist. Was mag das für eine Verschwörung sein? Wie kann ein erfahrener Journalist in solchen Rätseln sprechen? Was hat das mit dem "Wohl-fahrtsfonds", der DMH-Gruppe, der DTA und dem Schwe-sternblatt Republikein zu tun? Und was mit der Wahl in Grootfontein? Aber fraglich ist auch der Satz: "Bei einer Wahlbeteiligung von über 50 Prozent könnte man deshalb sagen, wir haben unseren Job gemacht". An der höheren Wahlbeteiligung in Grootfontein ziehen sich alle hoch: Auch die neue RP beansprucht, für diese größere Beteiligung verantwortlich gewesen zu sein. Jeder möchte sich auf die eigene Schulter klopfen, denn das ist wirklich das Positivste aus dieser Zwischenwahl: Die Wahlbeteiligung stieg von 27 Prozent (Windhoek-West) auf 53 Prozent. Dabei geht es nicht um den geheimnisumwobenen Wohlfahrtsfonds (zur Erinne-rung: Anfang der 90er Jahre wurde mit einigen Millionen die damalige Druckerei John Meinert und ihre Zeitungen gekauft; heute ist die DTA eifersüchtig auf den Democratic Media Trust). Es geht auch nicht darum, ob und welche Zeitung sich den Schuh anziehen darf, für größere Wahlbeteiligung gesorgt zu haben (denn das gehört nicht zu den Aufgaben einer Zeitung). Vielmehr sollte man die Wähler und Organisatoren loben, die ihre Wochenenden aufopferten, um ihre Mitmenschen zu motivieren und zu mobilisieren. Hier ist das Engagement der deutschen politischen Stiftungen hervorzuheben, die im Hinblick auf Demokratie-Verständnis Fantastisches leisten und sich diese "Erwachsenenbildung" auch enorm viel kosten lassen... Grootfontein hat gezeigt, wie zersplittert die Opposition ist (fünf Parteien, die das Konzept einer Koalition nicht verstehen wollen). Und daß die Kongreßdemokraten trotzdem erstaunlich zulegen konnten (von 12 auf 19 Prozent), während Swapo die Zweidrittelmehrheit nicht schaffte und sogar gegenueber dem letzten Mal Stimmer verlor. Das sollte uns ermutigen, weiterhin an die Demokratie zu glauben. |
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