![]() |
![]() |
|||||||||||||||||||
|
Saturday 6th of March 2004 Es bedarf keinerlei geistiger Klimmzüge, um festzustellen, daß sich Namibia in einem Wahljahr befindet. Deshalb die Spekulation, Minister Poham-ba habe sich mit der unklaren Ankündigung der Enteignungen als Präsidentschaftskandidat einführen wollen. Aber: Was hat Premierminister Guri-rab damit zu tun? Der durfte doch die ersten Schüsse im nationalen Fernsehen abgeben... Die neue RP tritt in Tsumeb nicht an. Nach dem Abschneiden in Grootfontein möchte sich die Partei „konsolidieren". Ihre Entscheidung dürfte (endlich!) aber auch zur Konsolidierung der Opposition beitragen. Denn die RP fordert zur Beteiligung an der Wahl auf - ohne zu nennen, wem man nun am besten seine Stimme abgeben soll. In mehreren Orten machen u8terdes-sen Steuerzahler mobil: Leute, wählt die Kandidaten, die Euren Interessen am besten dienen können. Gemeint sind natürlich die relativ unabhängigen Kandidaten der Bürgerbewe-gungen. Und nicht die Parteilisten... - Man sollte bei all der Zersplitterung der Oppositionsparteien die Frage stellen: Welche Partei hat eigentlich echtes Potenzial, stärker zu werden? Wer hat das Zeug dazu? Gut, diesen Anspruch darf die CoD erheben... Man sollte jedoch nicht vergessen, daß einige politische Idealisten, denen die Absplitterungen von der DTA keineswegs als Rezept zur politischen Glückseligkeit erscheint, kurz vor dem Weihnachtsurlaub im Thüringer Hof trafen: Sie wollen es mit einer umfassenden „Allianz für den demokratischen Wandel". Ein Gründungskongreß findet am 13. März im MOTH-Saal statt. Den sollte man sich nicht entgehen lassen! Diese Veranstaltung kann die Tür zu einer neuen, vereinigten Opposition öffnen. Wen das alles nicht interessiert, der sollte jedoch auf die Themen achten, die hier vorgetragen werden. Denn im Wahljahr 2004 geht es jeden Wähler, der von seinem Wahlrecht Gebrauch machen sollte, etwas an, wie die verschiedenen Parteien auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren. Die Allianz für den Demokratischen Wandel muß Stellung beziehen: Das Erziehungswesen bietet sich als ein Themenkreis an, der jeden Bürger betrifft. Oder die Lage im Gesundheitswesen. Oder die wachsende Kriminalität. Natürlich darf man auch gespannt sein, wie die Parteien auf das Thema „Bodenreform" reagieren. Das dürfte nach allen Regeln der Logik und Vernunft gar nicht so schwer sein. Denn hier hat sich die Regierungt in letzter Zeit die größten Blößen gegeben. Wer sich über den neuesten Stand in der Diskussion um Geldverschwendung (ist überhaupt noch etwas Geld für die Bodenreform übrig?) informieren will, sollte zum Kongreß am 13. März gehen. Dort wird vermutlich auch die Frage gestellt, ob tatsächlich 240 000 Bürger eine Farm wünschen - oder war ihnen etwa ein Haus in einer Stadt versprochen worden, als man die Umsiedlung auf seine politische Fahne schrieb? Der Regierung ist es nicht gelungen, gegen wilde Siedler, Arbeitslosigkeit, Verbrechen vorzugehen. Bodenreform wird das Problem nicht lösen. Daran werden die Oppositionsparteien gemessen werden. Fangen wir doch am 13. März an! |
|||||||||||||||||||
![]() |
Plus online by Plus Weekly |
![]() |
||||||||||||||||||





