Zweite Leserreise zum Caprivi

Saturday 15th of May 2004
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Mittwoch, 28. April

Abflug mit Air Namibia bei strahlendem Sonnenschein vom Eros Flugplatz in nördlicher Richtung zum Flugplatz Mpacha in der Nähe von Katima Mulilo. Die Firma Trans World Travel & Tours hat aklles bestens organisiert. Unsere Reiseleiterin Syl-velin Feddersen und der Busfahrer Volker Kersten nehmen uns dort in Empfang.

Zunächst werden die Uhren um 1 Stunde zurückgestellt - im Caprivi läuft die Zeit parallel zu Südafrikas Zeit.

Unser erstes Ziel ist die King‘s Den Lodge im östlichen Ende des Caprivi Zipfels am Chobe Fluß. In Katima Mulilo werden die Reisepapiere im Café vervollständigt und weiter gehts zum Ngoma Grenzposten zur Einreise nach Botswana. Um in den Chobe Nationalpark zu gelangen, überqueren wir die namibischen und botswanischen Grenzposten, jeweils mit Paßkontrolle und Abstempeln. Noch sind wir mit dem Bus unterwegs. Links neben der Strasse der erste Elefant. Dann Kudus, Impalas, Pukos, Wasserböcke. Wiederum Ausreise aus Botswana nach Namibia. Diesmal per Boot. Der Bus wird vorher auf dem Parkplatz einer Lodge geparkt und „unser" Boot mit Steuermann Michael erwartet uns bereits. Auf dem Wasserwege erreichen wir Impalila Island. Kleiner Wanderweg zum Immigration Office, der 4. Stempel muß noch in den Paß.

Wir steuern die King‘s Den Lodge an, wo gerade die Zambezi-Queen umplaziert wurde. Empfangen werden wir mit einem kühlen Litschi-Drink. Nach kurzer Rast die erste Flußfahrt. Wir schippern an einem toten Baumstamm im Wasser vorbei, auf dem Kormorane rasten und mit ihnen ein kleiner Leguan, der für die Dauer unseres 3-tägigen Aufenthaltes seine starre Position auf den Ästen kaum verändert - Winterschlaf und Schutz vor den Raubvögeln. Krokodile im Schilf, Nilpferd-Rudel am Ufer, Kudus.

Köchin Mathilda stellt uns abends ihr Menü höchst persönlich vor, indem sie z.B. den Strauß mit seinen Flügelschlägen nachahmt. Zur Wahl stehen Schweinefleisch mit Ananas, Strauß und Kingklip. Dazu frisches Gemüse und ein feiner Zitronenpudding.

Nachts kommt ein heftiger wind auf, wir hören es unter unserem Bungalow plätschern, da der Chobe zwei Meter über seinen normalen Pegel gestiegen ist.

Donnerstag, 29. April

Früh fahren wir mit Bootsmann Michael hinaus. Ein Elefant am Wasser; ein Leopard lauert einem jungen Kudu auf. So suchen wir das Ufer ab. Durchqueren herrliche Fluß-Lilien-Felder, Seerosen gleich. Eine riesige Büffelherde am anderen Ufer. Irgendwann auf der Rückfahrt ist unser Benzin alle, der Motor verstummt. Doch unser „Heimathafen" ist in Sichtweite. Kein Problem. Michael beginnt sogleich zu rudern, die Herren im Boot helfen mit Latschen, Kühltruhendeckel und Benzinkanister. Mit Erstaunen und Gelächter empfangen uns die dienstbaren Geister unserer Lodge.

Nach einem Imbiß und kurzer Ruhepause geht es um 15.30 Uhr gestärkt wieder auf Bootstour. Eine flotte Fahrt bis etwa zur Savanna Lodge und dann am Botswana-Ufer retour. Wieder ein einzelner Elefant, der gerade das Bad beendet hat. Und eine Kudufamilie. Am Uferrand beobachten wir eine Mangustenfamilie, die einen Frosch in den Fängen hat. Uns kommen unzählige Boote mit Touristen auf Erkundungsfahrt entgegen.

Bei der Rückkehr gab es wie am Abend zuvor einen Apperitif und ein Super-Buffet - von Mathilda vorgestellt.

Freitag, 30. April

Morgens bereiten wir unsere Papiere für die Paßkontrolle vor, nur in umgekehrter Reihenfolge wie auf dem Herweg. Wir fahren noch einen kurzen Abstecher zu den kleinen Inseln, direkt vor unseren Bungalows gelegen, und drehen dann um in Richtung Impalila Island zum namibischen Zoll.

Es ist heute sehr belebt dort, mit Booten und Reisenden in jede Richtung, da Monatsende und Schulferienanfang ist. Auch in Kasane herrscht reger Betrieb. - Nun ein Abstecher zur höchstgelegenen geografischen Stelle,an der man das Vier-Länder-Eck (Sambia - Simbabwe - Namibia - Botswana) sehen, bzw. erahnen kann. Riesige Obstplantagen sind hier angepflanzt.

An der Ausfahrt des Dorfes Kasane können wir noch Löwen am Straßenrand sehen, die kurz zuvor einen Wasserbüffel gerissen haben. Der Mähnenlöwe liegt etwas abseits, ein zweites Tier genießt noch seine Mahlzeit. Elefantenmütter mit ihren Jungen grasen unweit der Straße; einige Kilometer weiter spielen Affenherden neben der Straße. - Auch in Katima herrscht reger Betrieb. Eine Rundfahrt durch das Dorf läßt uns auch die eingebaute Tür für ein WC in einem Baobab-Baum bestaunen. Unser Ziel für diese Nacht ist die Zambezi-Lodge.

Samstag, 1. Mai

Bevor wir Katima verlassen, führt uns der Weg zu der soeben fertig gestellten Brücke über den Sambesi, die am 13. Mai von Präsident Nujomsa eingeweiht wird. In Kongola wird getankt. Dort gibt es einen Supermarkt, der von einem Portugiesen geführt wird, eine Tankstelle, eine Nampost-Annahmestelle und Postfächer. Und einen „Markt Machi", wo man handgefertigte Artikel erwerben kann. Den so genannten Korridor weiter bis Divundu, wo ein Fußballspiel im Gange ist (Mai-Feiertag) und durch Bagani. Roy, der Eigentümer der Ndlovu-Lodge, wartet bereits auf uns an der Fähre, die uns stromabwärts auf die Lodge bringt. Die Unterkünfte bestehen aus Zelten auf Stelzen mit großen Gazefenstern und Maschendraht, sowie Moskitonetzen, an den Schlafraum schließt sich die Toilette und Dusche an. Das Essen wird auf bemaltem Geschirr serviert, das aus Simbabwe kommt. An den Wänden hängen Stall-Laternen; das Licht verbreitet eine gemütliche Atmosphäre.

Die Popa-Fälle haben wir nicht besichtigt, da das Gebiet dort nochüberflutet ist.

Sonntag, 2. Mai

Heute heißt es hier leider: Abschied nehmen. Per Fähre geht es eineinhalb Stunden stromaufwärts bis zum Parkplatz. Der Mahango Wildpark ist unser nächstes Ziel.

Nach Entrichtung von N$ 30 pro Person versuchen wir, Tiere zu erspähen. Die seltenen Lechwes sind auf freiem Feld sichtbar. Auch hier im Park sind nicht alle Wege befahrbar, da noch viel Wasser steht. Riesengroße Baobab (Affenbrotbäume) stehen noch in vollem Grün.

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