PLUS-Leserreise in den Caprivi

Sunday 23rd of May 2004
PLUS

Unsere Gruppe bestand aus 8 lieben Leutchen, darunter auch 3 Bundesbürger, die sich ganz fix integrieren ließen! Dazu kam unsere nette Reisebegleitewrin Silvelyn und der Busfahrer Volker - sehr kompetent in so manchen Fragen! Wie schön, man kannte sich zum Teil von früher - so ging‘s gleich per Du und so recht nach Südwester Art.

Mit einer stunde Verspätung ging‘s los bis zur Otjibamba Lodge, wo ein lekkeres, leichtes Mittagsessen für uns bereitstand. Die Khorab Lodge bei Outjo wurde unser erstes Nachtquartier! Alles tip-top, vor allem gute Betten - ujnd keine Moskitos! das war auch auf allen folgenden Lodges der Fall. Super! Das Pool verschaffte Kühlung und danach ließ man sich nur noch verwöhnen - mit einem Super-Dinner! So bei Tisch lernte man sich näher kennen. Christina wurde dabei besonders bedacht. Es kamen zum Teil lustige Geschichten ans Tageslicht und wir wußten nun Bescheid!!

Über Grootfontein ging‘s nach Rundu am schönen Okavango. Hier nutzten wir die einmalige Gelegenheit und besuchten einen waschechten Kavango-Markt: Das Parfüm echt Natur, die Blechmusik der zahlreichen Ghetto-Blaster war einfach umwerfend, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Fett-Koekies mußte Christina probieren... ob das ihrem Magen zu denken gab? Der getrocknete Fisch gab mir den Rest. Sogar eine Boutique entdeckten wir, so auch feine, bunte Dessous... wer hätte das gedacht?!

Am späten Nachmittag erreichten wir die N‘Kwazi Lodge. Valerie höchstpersönlich holte uns per Boot ab. So versteckt im Dschungel am Flußufer, daß man zu später Stunde die Chalets kaum wiederfand. Überhaupt war‘s dort sehr dunkel, Leselampen? Nix da! Der Leuchtstab mußte herhalten.

Am Abend dann „echte lekkere Boerekos"!! Valerie und ihr Team verstanden es, den Gast zu verwöhnen.

Der Caprivi ist ein afrikanisches Paradies von der Vegetation her. Man staunt über die vielen herrlichen Baumriesen. Und dann das viele, viele Wasser!!

Wir waren uns alle sicher, ein gutes Projekt wäre es, den Fluß auch mal quer durchs Land zu leiten, zum Beispiel über Otjiwarongo, Windhoek, Gobabis nach Keetmanshoop. Unser Staatsoberhaupt wäre bestimmt für den Plan zugewinnen??! Denn wo man Yoghurtbäume pflanzt, ist alles möglich!! Die Ndhovu Lodge (das heißt übrigens Elefant) liegt auch am Flußufer. Per Fähre wurden wir abgeholt. Hier gab es nichts auszusetzen, außer vielleicht, daß die Chalets durchsichtig waren, mal was ganz Neues!! Die lustige Runde auf dem Sun-Deck über dem Okavango wird so schnell wohl keiner vergessen! Es ging ums Jucken und Pieksen!!

Auf ging‘s am 4. Tag zum Kwando Camp. Aber siehe da: Man hatte das Wasser im Toilettenbereich vergessen. Da half nun gar nichts mehr: Wir bestiegen demonstrativ den Bus und fuhren ab. Die Zambezi Lodge in Katima Mulilo wurde unser neues Nachtquartier. Nach gutem Abendschmaus stieg die Stimmund sichtlich und bald war die Pleite vergessen.

Der nächste Tag: Mit großer Erwartung bestiegen wir unseren „guten Stern auf allen Straßen" in Richtung Grenzposten Ngoma, Botswana. Nun fing das große Stempeln an. Rein und wieder raus. Und das ganze noch dreimal - im Doppelpack. Man muß schon sagen: Die Grenzbeamten nahmen ihre Pflicht sehr ernst. Gegen 15 Uhr erreichten wir endlich per Bötchen die Kings Den Lodge am äußersten Zipfel des Caprivi, halb unter Wasser im Chobe Rivier. Ja, bei so vielen Rivers kommt man ganz schön ins Schlingern. Gerade noch war‘s der Sambesi in Katima Mulilo! Über gestapelte Sandsäcke erreichten wir die schöne Lodge. Auch hier: ein sehr freundliches Personal. Und so hilfsbereit! Alle sprechen nur noch Englisch! Sogleich wurde zur Bootsfahrt eingeladen.

Natürlich fuhr ich mit. Calvin, unser Kapitän, kannte genau die Plätze seiner Pappenheimer, sprich Hippo-Kommunen und „Croc-Displays".

Wir sahen sie alle. Auch Büffel, Ollies (Elefanten) und viele, viele Vögel. (Liebe Silvelyn, Du gabst Dir viel Mühe mit den Bezeichnungen, aber sie sind einfach zu zahlreich, die Vögelchen! Da bleibe ich bei den Ollies, die kann ich auseinander halten!

Der Abend verlief in sehr amüsanter Laune Als dann noch Volker „die baas en sy hond" auf die Runde schickte, wurden wir putzmunter!

Auch am zweitletzten Tag ließ Calvin sich nicht lumpen und zeigte uns die vielfältige Tierwelt des Caprivi und Chobe: Büffelherden und Elefanten am Wasser. Ein kleiner Knirps wurde gebadet und streng bewacht. halbstarke Kerls waren besonders mutig und wagten sich weit ins Wasser hinein. Dann sogar Löwen im dichten Buschgestrüpp. Auch ein Leopard löschte seinen Durst.

Am Nachmittag endlich sichtete Calvin ein Hippo-Baby an Land. Auf einer sandbank in der Sonne badend. Wie eine fette, rosa Made sah es aus! Die Mama war ganz in der Nähe auf Tauchstation gegangen. So schön ging dieser Tag zu Ende. Wind kam auf, das Wasser schlug die ganze Nacht an die Bohlen der Chalets. Man meinte, auf einem Kreuzer zu sein. Denn nur 30 cm trennten uns vom Wasser, wo es doch sonst zwei Meter sind.

Am 27. April ging es dann wieder von „customs" zu „customs", denn die Stempel mußten ja in den Reisepaß hinein. Acht Stück sind es geworden!

In Katima Mulilo wartete der kleine Flieger auf uns - oder besser: Wir warteten auf ihn. Der sehr kompetente Pilot machte einen Super-Job! Er gönnte uns einen extra „sight-seeing flight" über die schöne, nagelneue Sesheke Brücke und den Sambesi.

Dankbar und zufrieden landeten wir im schönen Windhoek.

Das hat sich wirklich gelohnt!!

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