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Saturday 15th of March 2003 Der Gerhard Schröder, der mag ja wohl die Chinesen. Denn denen hat er einen Schnellzug verkauft, den er im eigenen Land noch nicht so gut anpreisen konnte. Auch richtet Europa den Blick heute gern gen Osten (statt nach Amerika), weil dort noch Exportmärkte aufgebaut werden können. Andere haben da schon schlimmere Erfahrungen gemacht: So soll Ostafrika mit den vielen Chinesen gar nicht einverstanden gewesen sein. Und Namibia erst! Hier toleriert man all jene Händler, die plötzlich an jedem Bürgersteig Nachbildungen berühmter (aber teurer) Markenprodukte für billiges Geld (und sehr kurze Haltbarkeits-dauer) feil bieten. Und noch mehr toleriert man jene Gelben Ameisen, die angeblich so fleißig und preisgünstig neue Häuser, Unterkünfte aller Art und Geschäfte aus dem Boden stampfen. Beispiel: Der Supermarkt von Woermann Brock in Vineta entstand in einer rekordverdächtig kurzen Zeit... In den ersten Monate nach Namibias Unabhängigkeit konnten Asiaten (und andere) gar den namibischen Paß bzw eine Dauer-Aufenthalts-genehmigung erkaufen. Damals gab es Chinesen und Malaysier, die dieses Angebot sofort mit beiden Armen ergriffen... Und nun? Inzwischen haben wir feststellen dürfen, daß es auch unter den kleinen gelben Männchen "große Schwarze Schafe" gibt. Etwa solche, die nicht nur Sportschuhe und T-Shirts in schlechterer Qualität anbieten, sondern millionenfach Zigaretten über die Grenze schmuggeln. Sollen wir deshalb wie ein gebranntes Kind das Feuer scheuen? Ein Vorfall vor wenigen Tagen gibt Anlaß zu Fragen: Ein Chinese wird an der Grenze verhaftet, weil er mehr als 3 Millionen Rand nach Namibia mitbrachte. Angeblich hat er nicht gemeldet, daß er mehr als eine Million mitbringen wollte. Aber: WO steht denn geschrieben, daß man keine 3 Millionen in ausländischer Währung mitbringen darf? Gut, in ein anderes Land darf man nicht so viel mitnehmen. Können solche Beträge nicht von einem Sadc-Land ins andere gebracht werden (von RSA nach Namibia)? Gegen welches Gesetz hat dieser Chinese verstoßen? Oder hat er nur falsch verstanden, daß wir ständig um Investitionen betteln? Wenn also jemand Geld mitbringt und Arbeitsplätze schaffen will, droht ihm neuerdings eine Haft. Wie soll man das verstehen? |
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